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Haltung und Mast

Bayern offiziell frei von BHV-1

von , am
27.10.2011

München - Erfreuliche Nachrichten für Bayerns Rinderhalter: Der Freistaat ist bundesweit das erste Land, das von der EU-Kommission den Status BHV-1 frei erhalten hat.

Quälerei oder gut für's Tier? Bei Kuhglocken scheiden sich die Geister. © Klaus Eppele/fotolia
Die Europäische Kommission hat Bayern bescheinigt, frei von der Rinderkrankheit BHV-1 zu sein. Der Freistaat ist bundesweit das erste Land, das von der EU-Kommission den Status "BHV-1 frei" erhalten hat. Seit September 2011 ist kein Fall der Rinderseuche mehr in Bayern aufgetreten. Der Freistaat investierte für das Programm rund 37 Millionen Euro.

Vorteile für Rinderhalter

Der neue Status hat für die bayerischen Landwirte viele Vorteile: Ab sofort bleiben ihnen zusätzliche Tierarztkosten erspart, Untersuchungen müssen nur noch stichprobenartig durchgeführt werden, die Dokumentation wird vereinfacht. Kälber und Rinder können nun leichter in die Länder verkauft werden, die nur BHV-1 freie Tiere importieren. 

Neue Schutzbestimmungen
 
Zum Schutz bayerischer Rinder gelten ab sofort zusätzliche Bestimmungen für Tiere, die von außerhalb nach Bayern gebracht werden. Nur wenn diese Tiere nachweislich frei von dieser Rinderseuche sind, dürfen sie in einen bayerischen Betrieb eingestellt werden.

Das ist BHV-1
 
Bei BHV-1 (bovines herpesvirus vom Typ 1) handelt es sich um eine ansteckende Viruserkrankung der Rinder. Symptome sind unter anderem Fieber, Fehlgeburten und geringere Milchleistung. Diese Erkrankung ist für den Menschen ungefährlich. In der Europäischen Union sind derzeit neben Österreich und der Provinz Bozen in Italien noch Dänemark, Finnland und Schweden offiziell BHV-1 frei.
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