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Milchproduktion

Bayerns Erzeuger erwarten steigende Milchpreise

von , am
24.02.2015

Der Auszahlungspreis für konventionelle Milch in Bayern liegt derzeit bei 32,70 Cent/kg. Die bayerischen Milcherzeuger erwarten jedoch eine positive Trendwende beim Milchpreis. Mehrere Faktoren weisen darauf hin.

© Almotti/pixelio
Nach Berechnung des Verbandes der Milcherzeuger Bayern startet der Auszahlungspreis für konventionelle Milch in Bayern mit 32,70 Cent/kg (bei 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto). Somit hat sich der Abstand gegenüber dem Vormonat um 1,50 Cent verringert. Die seit Mitte Januar 2015 etwas freundlicher gewordene Markttendenz, lässt jedoch auf eine positive Trendwende hoffen, so der Verband der Milcherzeuger Bayern. Viele Faktoren sprächen dafür.

Höhere Nachfrage und schwacher Euro beflügeln

Zum Jahreswechsel wurde in Europa, aber auch in Neuseeland die Milcherzeugung stärker gedrosselt. Zudem hätten sich die Absatzmöglichkeiten generell verbessert, da die Nachfragen nach Milchprodukten im Inland aber vor allem auch die Exporte wieder zugenommen haben. Auch die drängenden Angebotsmengen von Käse und Butter auf den EU-Binnenmarkt, infolge des seit August 2014 bestehenden Russland-Embargos, konnten mehr und mehr in anderweitige Milchmarktsegmente kompensiert werden, so der Verband. Zusätzlich stärke der gegenwärtig schwache Euro die Konkurrenzfähigkeit der europäischen Ware beim Verkauf am Weltmarkt. 

Erste Anzeichen der Trendwende

Erste Zeichen von Preisverbesserungen seien schon zu erkennen. Die Spotmärkte für Milch konnten sich, nach dem "Durchhänger" an Weihnachten bis kurz nach Allerheiligen, wieder erholen. Auch Butterblockware und Schnittkäse vermelden aktuell erste positive Preisanpassungen. Nicht zuletzt zeigen die Abschlüsse bei den "GlobelDairyTrade-Tender" seit gut vier Wochen stetige Preiseerhöhungen. Angesichts dieser Ausgangskonstellationen könnten sich die Milchpreise in Bayern für Februar 2015 gegenüber dem Monat Januar durchaus behaupten. Allerdings sollten immer die unterschiedlichen Verwertungsmöglichkeiten der einzelnen Molkereien betrachtet werden. Größere Differenzen der Milcherzeugerpreise innerhalb Bayerns, aber vor allem auch innerhalb Deutschlands seien dabei nicht auszuschließen.
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