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Milchproduktion

BBV: Milch-Verhandlungen sind eine Enttäuschung

pd/nc
am
18.05.2015

Letzte Woche haben die Discounter erneut die Preise für Milchprodukte herabgesetzt. Lidl und Aldi senkten die Preise sogar um über zehn Prozent.

In den letzten beiden Monaten haben richtungsweisende Kontraktverhandlungen zwischen den Molkereien und dem Lebensmitteleinzelhandel stattgefunden.
 
Das bisherige Preisniveau bei den Milchprodukten konnte nicht gehalten werden: Die Discounter senkten letzte Woche wieder die Preise für Milchprodukte. So verkaufte
Lidl einen Liter Milch für 55 Cent.

Vorwurf: Discounter verramschen Milchprodukte

Aldi reduzierte die Preise nicht nur für Milch, sondern auch für Schlagsahne, Kondensmilch, Crème fraîche und Butter. Die Preissenkung lag teilweise bei mehr als zehn Prozent.
 
"Während die Anforderungen der Verbraucher immer höher werden und Milcherzeuger viel Zeit und Geld in das Wohlergehen ihrer Tiere investieren, werden ihre hochwertigen Produkte zu Schleuderpreisen angeboten", kritisiert Hans-Jürgen Seufferlein, Geschäftsführer des Verbandes der Milcherzeuger Bayern. "Die Preisverhandlungen sind deshalb eine einzige Enttäuschung!"

Milchmenge unter Vorjahresniveau

Die Anlieferungen in Deutschland haben sich nach Quotenende nicht erhöht. Die  aktuelle Milchmenge liegt laut BBV knapp ein Prozent unter dem Vorjahresniveau.
 
"Die deutschen Molkereien waren bis in den März hinein zuversichtlich, was die Entwicklung des Milchmarktes angeht", sagt Seufferlein. Ihm zufolge ist es den Molkereien bei den Vertragsverhandlungen für Käseprodukten, Milch, Sahne und andere Produkte nicht gelungen, die an den Markt angepasste Milchmenge aufzunehmen und im Sinne der Milcherzeuger zu vermarkten.

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