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Milchproduktion

BBV sieht Milchkrise in Bayern überwunden

von , am
28.10.2010

München - Der Bayerische Bauernverband (BBV) sieht die Milchkrise des letzten Jahres überwunden. Der Milchmarkt habe sich positiv entwickelt und nehme die Mengen gut auf, erklärte der stellvertretende BBV-Präsident Jürgen Ströbel.

© agrarfoto.com

Die Milcherzeuger könnten durchatmen, denn die Milchpreise hätten sich mit zuletzt bis zu 34 Cent je Kilogramm netto kontinuierlich verbessert. Jetzt sei bei den Kontraktverhandlungen für Milchprodukte der Lebensmitteleinzelhandel gefordert.

Der Vorsitzende des Verbandes der Milcherzeuger Bayern (VBM), Leonhard Welzmiller, wies darauf hin, dass die Aussichten am Markt auch für die kommenden Monate sehr erfolgversprechend beurteilt würden. Der Absatz auf den Märkten in und außerhalb Bayerns habe wieder zu alter Stärke zurückgefunden.

Milchmarkt gibt höhere Preise her 

Angesichts der aktuell stabilen Marktlage und der saisonal guten Nachfrage gegen Ende des Jahres werde sich daran auch nichts ändern. Die jetzt anlaufenden Preisverhandlungen zwischen dem Lebensmitteleinzelhandel und den Molkereien für Produkte der "weißen Linie" bieten nach Welzmiller Worten eine gute Gelegenheit, weiter an Preisverbesserungen zu arbeiten. Der Markt gebe höhere Preise her, und die müssten auch umgesetzt werden.

Molkereien müssen hart bleiben 

Der VBM-Vorsitzende erinnerte in diesem Zusammenhang an den aus Erzeugersicht unbefriedigenden Abschluss der Preisverhandlungen zu Beginn des Jahres. Jetzt müssten die Molkereien in den Gesprächen mit dem Handel stark und hart sein. Die gute Marktsituation sollte aber nicht davon abhalten, sich auf der Erzeugerseite noch verbindlicher aufzustellen. Das gemeinsame Vermarkten dürfe nicht erst dann ins Bewusstsein der Milcherzeuger kommen, wenn das Pendel der Marktvolatilität auf die Gegenseite ausschlage. (AgE)

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