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Milchproduktion

BDM kritisiert Milchpreisrücknahme

von , am
18.02.2011

Freising - Der BDM ist verärgert über die Milchpreissenkung einiger Molkereien im Januar. Dies sei ohne erkennbare Marktnotwendigkeit geschehen.

Von Januar bis Juni wurden in der Schweiz 1.739.572 Tonnen Milch vermarktet. © Mühlhausen/landpixel
Die Spotmarktpreise sind unverändert hoch, gleiches gilt trotz begonnener Auslagerung aus der Intervention für Milchpulver. Laut der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten ist die Nachfrage sehr stabil. Gleichzeitig sind die Einkaufspreise für Futter-/Düngemittel und Energie seit Mitte 2010 wieder kräftig gestiegen - Tendenz weiter steigend.
"Aufgrund dieser Entwicklung ist für die Milcherzeuger überhaupt kein Spielraum für Milchpreissenkungen vorhanden. Ganz im Gegenteil - diese Kostensteigerungen müssen mit einem weiteren Ansteigen der Milcherzeugerpreise kompensiert werden können", fordert der BDM.

Vorwurf: Molkereien handeln verantwortungslos

Das Absenken der Milchauszahlungspreise sei gegenüber den Milcherzeugern verantwortungslos. Es zeige sich in der Begründung der Preissenkung wieder einmal, dass sich Molkereien und Handel gegenseitig die Verantwortung dafür zuschieben."Die Milcherzeuger sind es leid. Man erzählt uns immer, das wäre nun einmal der Markt. Aber wir sehen immer wieder, dass Molkereien und Handel willkürlich agieren können, weil die Milcherzeuger zu wenig Marktmacht haben", erklärt BDM-Vorsitzender Romuald Schaber. "Wir fordern daher die Politik auf, die Rahmenbedingungen zu schaffen, mit denen den Milcherzeugern zu mehr Marktmacht verholfen wird." 
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