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Milchproduktion

Berglandmilch 2009 mit weniger Umsatz

von , am
24.03.2010

Wien - Die Berglandmilch, Österreichs größte Molkerei mit Sitz in Wels, hat 2009 inklusive der Mitte des Jahres übernommenen Landfrisch Molkerei einen Gesamtumsatz von 610 Millionen Euro erwirtschaftet.

Dipl.-Ing. Josef Braunshofer - Geschäftsführer der Berglandmilch © Werkbild

2008 kamen beide Genossenschaften noch auf einen gemeinsamen Umsatz von 692 Millionen Euro. Zurückzuführen sei das Minus auf das deutlich gesunkene Preisniveau auf den internationalen Märkten, nicht jedoch auf Mengenrückgänge, wie der Generaldirektor der Berglandmilch, Josef Braunshofer, gegenüber der APA betonte. "Ganz im Gegenteil, wir haben im Vorjahr wieder mehr Milch angeliefert bekommen und weder Kunden noch Absatzmärkte verloren. " Auch ertragsmäßig habe sich die Berglandmilch nach Plan entwickelt. "Wir erwarten 2009 ein positives Jahresergebnis", hielt sich Braunshofer noch bedeckt.

Die Bilanz werde derzeit geprüft, genaue Daten stünden in etwa einem Monat zur Verfügung. 2008 verbuchte die Berglandmilch ein Jahresergebnis von zwei Millionen Euro. Wichtig sei der Genossenschafts-Führung gewesen, den knapp 13.000 Lieferanten einen Rohmilchpreis auszahlen zu können, der über dem Österreich-Durchschnitt gelegen sei.

Auslandsgeschäft soll weiter angekurbelt werden

Vor allem das Exportgeschäft hat sich im Vorjahr bei der Berglandmilch positiv entwickelt. Die Ausfuhrquote ist jüngst von 37 auf 40 Prozent gestiegen - nicht zuletzt aufgrund des Zusammenschlusses mit der Landfrisch Molkerei. 2010 soll das Auslandsgeschäft weiter angekurbelt werden. Der Fokus liege dabei auf einem Ausbau der Geschäfte im EU-Raum sowie einer Verstärkung der Präsenz in den USA, so Braunshofer. Hauptabsatzmarkt im Ausland ist für die Berglandmilch aber nach wie vor Deutschland, gefolgt von Italien. Insgesamt zählt die oberösterreichische Molkerei 52 Exportdestinationen.

Heuer 15 Millionen Euro Investitionen geplant

Trotz des schwierigen Marktumfeldes mit sehr volatilen Preisen auf den internationalen Märkten und dem Trend zu Billigprodukten seitens der Konsumenten will die Berglandmilch auch heuer wieder etwa 15 Millionen Euro investieren. "Wir agieren hier antizyklisch und stehen nicht auf der Investitionsbremse", sagte Braunshofer. Auch die Absatzmengen wollen die Oberösterreicher heuer weiter ausbauen. Gemeinsam mit Landfrisch verarbeitet die Berglandmilch eine Milchmenge von 940 Millionen Kilogramm. Das entspricht einem Drittel der österreichischen Anlieferung. Die Zahl der Mitarbeiter (inklusive Landfrisch) lag zuletzt bei rund 1.000. Zu den bekanntesten Marken aus dem Hause Berglandmilch zählen Schärdinger, Desserta, Jogurella und Berghof. (aiz)

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