Login
Milchproduktion

Berglandmilch zahlt bis zu 34,55 Cent

von , am
08.01.2010

Linz/Innsbruck - Neben der Molkerei Tirol Milch erhöht nun auch die Berglandmilch die Erzeugerpreise. Während die Tirol Milch den Preis auf 30 Cent pro Kilo erhöht, hebt ihn die Berglandmilch in Oberösterreich gar auf 34,55 Cent.

© sandrine chevalier/fotolia

Die Berglandmilch, Österreichs größtes Molkereiunternehmen, erhöht ab Januar dieses Jahres den Erzeugerpreis um brutto 2,13 Cent/kg Milch. Der neue Auszahlungspreis beträgt in Oberösterreich brutto 34,55 Cent/kg, meldet der Branchen-Informationsdienst AIZ. "Wir setzen auch in Zukunft auf die Treue unserer Konsumenten. Mit der Marke Schärdinger bieten wir beste Qualität mit der Sicherheit, zu 100% heimische Milch- und Molkereiprodukte im Einkaufskorb zu haben ", betonen Geschäftsführer Josef Braunshofer und Obmann Anton Haimberger.

Tirol Milch: Neues Preismodell soll höhere Erzeugerpreise bringen 

Die von der neuen Tirol Milch Geschäftsführung festgelegte Anhebung der Erzeugerpreise im Januar und Februar von 28 auf 30 Cent je Kilo geht mit der Einführung eines neuen Preismodells einher. Seit dem Jahresbeginn ist im Basispreis auch die Gentechnikfreiheit enthalten. Das neue Preismodell soll mithelfen, die saisonal sehr starken Schwankungen in der Milchanlieferung zu verringern. Das Unternehmen will mit höheren Preisen einen Anreiz dafür schaffen, dass in den saisonal schwachen Monaten im Herbst mehr Milch abgeliefert wird. Wegen der massiven und schnellen Preisänderungen am Markt sei die Umsetzung dieser Preisgestaltung in den vergangenen zwei Jahren nicht gelungen, heißt es. 2008 war der Produzentenpreis im Frühjahr sogar deutlich höher als im Herbst und auch 2009 lag der durchschnittliche Erlös des ersten Halbjahres über jenem der zweiten Jahreshälfte.

Im Herbst soll der Milchpreis höher sein als im Frühjahr

Das neue Abrechnungssystem soll gewährleisten, dass der endgültige Produzentenpreis im Herbst tatsächlich höher ist als im Frühjahr und dass damit die Anlieferungskurve wieder flacher ausfällt. Am Ende des Jahres wird künftig ein Jahresdurchschnittspreis errechnet. Für die Monate Februar bis Mai liegt der Milchpreis 8 Prozent unter und in den Monaten August 8 Prozent über dem Jahresdurchschnittspreis. In den übrigen Monaten gibt es keine Korrektur. Die entsprechenden Korrekturen werden den Produzenten in der Dezember-Abrechnung gutgeschrieben oder belastet. (aiz/lid)

Auch interessant