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Milchkrise

Betriebsaufgabe: Bäuerin will ihre Kühe vorm Schlachter retten

dpa/Nicoleta Culiuc/agrarheute
am
18.07.2016

Ein Milchviehbetrieb gibt die Produktion auf. Jetzt ruft die Eigentümerin zur Rettung ihrer Milchkühe mittels einer Spende auf.

Heinz und Wilma Michiels wollen die Milchproduktion aufgeben.  Die Bäuerin versucht, ihre 13 Jahre alte Kuh Erika und ihre Artgenossinnen vor dem Schlachter zu retten. Mit Milchkuh "Erika" - sozusagen als "Frontkuh"- habe die Bäuerin den Verein "Erika & Friends" gegründet, meldet der Pressedienst dpa. Als "Friends" sind die anderen 44  Kühe des Betriebes gemeint.

Die 52-Jährige will, dass die Tiere bis zum Lebensende auf dem Hof versorgt werden können. Dafür sucht sie Mitglieder, Sponsoren, Spender und Paten. Wenn es richtig gut läuft, soll der Verein noch Kühe von anderen Höfen kaufen.

'Das haben die Tiere nicht verdient'

Sechs Kälber habe die "Erika" dem Betrieb geschenkt und Milch gegeben, so die Eigentümerin. Nun sei sie 13 Jahre alt, da könne man doch so ein Tier nicht einfach wegtun. "Das haben die Tiere nicht verdient", sagt die Bäuerin Wilma. Grundsätzlich ist sie sowieso der Meinung, dass man jeden Liter Milch und jedes Stück Fleisch mehr wertschätzen sollte.

Der Verein hat bisher 20 Mitglieder

Bislang soll der Verein "Erika & Friends" 20 Mitglieder haben. Es gäbe auch schon Paten: für den kleinen Bullen "Bärli", für die Kühe "Sara" und "Sally". Die Erika sei noch zu haben. Wilma Michiels weiß, dass sie von manchen Bauern in der Umgebung belächelt wird. Es soll sogar Wetten geben, ob sie es schafft oder nicht.

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