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Betriebshelfer: Helden in der Not

Fällt der Landwirt aus, helfen die Betriebshelfer die entstandene Lücke im Betriebsablauf zu füllen.
am Mittwoch, 26.10.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Sie sind da, wenn man sie braucht: können Tiere nicht versorgt oder die Ernte nicht eingebracht werden, springen sie ins kalte Wasser und übernehmen die Arbeiten auf dem Betrieb. Galileo zeigt eindrücklich den engagierten Alltag der Betriebshelfer

Wenn Landwirte und Landwirtinnen krank sind, muss der Betrieb trotzdem laufen. Ernte, das Versorgen der Tiere, können nicht auf nächste Woche geschoben werden. Immer häufiger können diese Ausfälle nicht mehr durch die eigene Familie allein aufgefangen werden: Hier kommen dann die Hidden Heroes, die Betriebshelfer zum Einsatz. Wie wichtig sie für die Branche sind, hat das Fernsehformat Galileo eingefangen und begleiteten Simon und Sarah bei ihrer Arbeit als Betriebshelfer.

Betriebshelfer sind das fehlende Zahnrad

Simon wird zur Obst- und Hopfenernte auf einem Betrieb am Bodensee gerufen, um den Landwirt mitten in der Ernte zu ersetzen. „Man kann sich das in der Familie hier vorstellen, wie ein Zahnrad. Jeder hat seine Aufgabe und wenn ein Zahnrad fehlt, funktioniert’s nicht“, erklärt Landwirtin Christine Weishaupt, dessen Mann nun für die Ernte ausfällt. Dieses Zahnrad ersetzt Simon, der ab der ersten Minute auf dem Betrieb ohne große Einarbeitung, Gas geben muss, denn für die nächste Tage ist Regen angesagt und der Hopfen lässt sich nass, schlecht vermarkten.

Auch Betriebshelferin Sarah wird ins kalte Wasser geworfen und startet auf dem Milchviehbetrieb direkt mit dem Melken. Ihr Landwirt hat sich an der Hand verletzt und kann die anfallenden Arbeiten nicht erledigen. Beide erzählen so von ihrem Erlebten als Betriebshelfer, über brenzlige Situationen, besondere Momente und welche Verantwortung und auch Freude mich dieser Aufgabe verbunden sind.

Lehrreiche Zeiten als Betriebshelfer

Die Begeisterung geht auch auf die Zuschauenden über und sie kommentieren das Video. So schreibt Marion J.: „Das ist noch Zusammenhalt zwischen den Bauern. Und viel Liebe zur Landwirtschaft. Ohne diese tollen Menschen könnte wir hier in Deutschland dichtmachen.“ Mayk S. erzählt darunter aus seiner Zeit als Betriebshelfer: „Ich habe es auch für 6 Jahre gemacht. Es war sehr interessant und lehrreich für mich. Heute bereue ich es, dass ich kein Buch geschrieben habe.“ Und Lutz R. berichtet: „Das ist vor allem etwas für Hoferben, die junge Eltern haben. Sie lernen die verschiedensten Abläufe kennen ohne Knecht/ Magd (=Helfer auf dem Bauernhof) zu sein!“

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