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Rinderseuche

BHV1-Tierseuche: 400 Rinder müssen geschlachtet werden

Holstein-Kühe im Laufstall
Symbolbild © ah/agrarfoto.com
von am
19.12.2017

In einem Viehbestand in Nordrhein-Westfalen ist die hochansteckende Tierseuche BHV1 aufgetreten. Rund 400 Rinder müssen geschlachtet werden.

Wie der Kreis Borken mitteilt, ist in einem Viehbestand in Stadtlohn im nordrhein-westfälischen Münsterland die hochansteckende Tierseuche Bovine Herpesvirus 1 (BHV1) nachgewiesen worden.

Der Fachbereich Tiere und Lebensmittel der Kreisverwaltung Borken hat daraufhin in Abstimmung mit dem nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerium die Schlachtung aller dort aufgestallten rund 400 Rinder angeordnet.

Tierseuche: Fleisch darf vermarktet werden

Da die Erkrankung für Menschen unschädlich ist, kann das Fleisch dieser Tiere anschließend weiterverarbeitet werden, meldet die Kreisverwaltung Borken. Die Rindviehbestände im näheren Umkreis um den betroffenen Hof sowie Bestände, die in Personenkontakt mit dem Betrieb standen, werden derzeit ebenfalls auf BHV1 überprüft, teilte der Kreis Borken mit.

BHV1: Hoch ansteckende Viruserkrankung bei Rindern

BHV1 ist ein hoch ansteckender Herpesvirus. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Treten klinische Erscheinungen auf, zeigt sich dies in Form von Rhinitis und Tracheitis im oberen Atemtrakt. Zudem können die Genitalien der Tiere von Entzündungen betroffen sein.

Die Ansteckung mit dem Virus erfolgt durch Tröpfcheninfektion mit infektiösem Nasen-, Tränensekret oder Speichel. Eine Übertragung ist aber auch durch Personen, Schadnager usw. möglich.

NRW galt als BHV1-frei

Nordrhein-Westfalen war erst im Juni als letztes Bundesland offiziell als  "BHV1-frei" erklärt worden. Bereits Mitte November aber sei das Virus laut Ruhr Nachrichten auf einem Betrieb im niedersächsischen Rheiderland erneut aufgetaucht. Dort seien damals 250 Rinder getötet worden, so die Zeitung.

Mit Material von Kreis Borken, Ruhr Nachrichten

Nässe, Schlamm und Schnee: So sieht es auf norddeutschen Feldern aus

Wasser auf Wiese
Diese Grasfläche ist völlig überschwemmt und nicht nutzbar. © Dieter Jendrziak
Schlamm auf Feld
Hier wurde mit Gewalt eine Herbstfurche gezogen. Ideal für die Struktur ist das nicht. © Dieter Jendrziak
Voller Wassergraben
Die Gräben sind voll. Aus den häufig vorhandenen Niederungsgebieten muss das Wasser gepumpt werden, wodurch hohe Kosten entstehen. Die Schöpfwerke werden mit E-Motoren sowie Dieselaggregaten betrieben und laufen schon seit langem rund um die Uhr. © Dieter Jendrziak
Nasse Wiese
Eine nicht geerntete Grünlandfläche. Dieser Schnitt stört aber den ersten Aufwuchs im kommenden Frühjahr und muß kostenintensiv entsorgt werden, sobald die Fläche wieder befahrbar ist. © Dieter Jendrziak
Überschwemmung auf Wiese
Seit Monaten hängt über Norddeutschland ein grauer Himmel ... © Dieter Jendrziak
Überschwemmung auf Wiese
... aus dem immer wieder ergiebige Niederschläge fallen. © Dieter Jendrziak
Verschlammte Weide
Auch für die Weidehaltung wird der aufgeweichte Boden zum Problem. © Dieter Jendrziak
Hochwasser auf Maisstoppeln
Hier konnte der Mais immerhin abgefahren werden. © Dieter Jendrziak
Hochwasser auf Maisacker
Diese Maisfläche wird nicht abgeerntet werden können. © Dieter Jendrziak
Überschwemmtes Stoppelfeld
Ein trostloses Bild, das den Landwirten vor Ort über den Winter erhalten bleiben wird. © Dieter Jendrziak
Festgefahrener Traktor
Der Versuch, zur Entwässerung einen Grüppel zu ziehen, ist gescheitert. Das Wasser kann bis zu dem Punkt zwar abfließen, aber der Strukturschaden ist groß. © Dieter Jendrziak
Festgefahrener Traktor
Die Bergung des Schleppers war keine leichte Aufgabe. © Dieter Jendrziak
Gefrorener, gepflügter Acker mit Stauwasser
Sonnige, trockene Tage, an denen der Boden abtrocknen kann, gab es in der zweiten Jahreshälfte viel zu wenig. © Dieter Jendrziak
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