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Stand 10. April 2019

Blauzungenkrankheit: Die aktuellen Fälle

Kuh-Detail-Auge
am
10.04.2019

In Deutschland sind seit Dezember 2018 mehr als 50 Fälle der Blauzungenkrankheit bei Rindern nachgewiesen worden. Das Restriktionsgebiet umfasst mittlerweile sechs Bundesländer.

Update 10. April 2019: In Deutschland wurde seit Dezember 2018 in 52 Betrieben eine Infektion mit BTV-8 nachgewiesen. Das gab das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) im aktuellen Radar Bulletin bekannt. Von der Blauzungenkrankheit betroffen waren 44 Betriebe in Baden-Württemberg, fünf in Rheinland-Pfalz und drei im Saarland.

Bei den erkrankten Rindern waren keine klinischen Anzeichen erkennbar. Die meisten Ausbrüche der Blauzungenkrankheit wurden laut FLI im Rahmen von Handelsuntersuchungen entdeckt. Das Restriktionsgebiet umfasst derzeit Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Südhessen und Teile von Bayern und Nordrhein-Westfalen.

28. März 2019: Ausbruch der Blauzungenkrankheit in Belgien

Belgien meldete Ende März 2019 die ersten Fälle von BTV-8 in vier Betrieben im Süden des Landes nahe der französischen Grenze.

27. Februar 2019: Sperrgebiet in Dillingen und Augsburg

Zum Schutz vor der Blauzungenkrankheit wurden am Mittwoch (27. Februar 2019) die Landkreise Dillingen an der Donau und Augsburg vorerst zum Sperrgebiet erklärt. Grund für diese Maßnahme ist das Auftreten der Krankheit im Rems-Murr-Kreis und das Einrichten eines Sperrgebiets mit einem Radius von 150 km um den Ort des Virusausbruchs. Von der Verordnung sind der Landkreis Dillingen, der Landkreis Augsburg und alle schwäbischen Landkreise bis auf Teile des Landkreises Ostallgäu betroffen.

22. Februar 2019: Sperrgebiet in Mittelfranken eingerichtet

Nun hat die Blauzungenkrankheit auch Mittelfranken erreicht: Alle Landkreise wurden wegen der anzeigepflichtigen Tierseuche gesperrt. Das veranlassten die Behörden aus Vorsorge, da die Blauzungenkrankheit im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis ausgebrochen ist. Das teilte das Landratsamt in Ansbach auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks mit. 

Um eine Ausbreitung der Blauzungenkrankheit zu verhindern, werde um den betroffenen Betrieb in Baden-Württemberg ein Restriktionsgebiet mit einem Radius von 150 Kilometern eingerichtet, so das Landratsamt.

6. Februar 2019: Blauzunge breitet sich in Baden-Württemberg weiter aus

Die Blauzungenkrankheit hat den Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg erreicht. Das bestätigte das zuständige Veterinäramt am Mittwoch gegenüber agrarheute. Betroffen sei ein Rind aus einer kleinen Mutterkuhhaltung, die im Rahmen des verstärkten Monitorings beprobt wurde. Das Tier zeigte jedoch zuvor keine Krankheitssymptome. Die Rinder des betroffenen Betriebs werden alle gegen den Virus geimpft. 

Der Landkreis Freudenstadt wurde bereits im Dezember 2018 zum Sperrgebiet erklärt nach einem Ausbruch der Blauzungenkrankheit im Landkreis Raststatt. Der jetzige Virusausbruch soll aber zu keinen weiteren Verschärfungen für den Viehverkehr in Freudenstadt führen, so das Veterinäramt. 

4. Februar 2019: Blauzungenkrankheit im Kanton Solothurn in der Schweiz

In der Gemeinde Lommiswil im Bezirk Lebern des Kantons Solothurn in der Schweiz wurde bei einem Schaf die Blauzungenkrankheit nachgewiesen. In der Schweiz wurde seit Januar 2018 insgesamt auf 75 Betrieben BTV-8 bei Rindern und Schafen nachgewiesen. Es handelt sich um 20 klinische Verdachtsfälle sowie um 55 Betriebe im Rahmen des jährlichen Untersuchungsprogramms.

1. Februar 2019: Restriktionsgebiet in Baden-Württemberg breitet sich aus

Nun wurde auch Calw, in Baden-Württemberg, zum Sperrgebiet erklärt. Dies erfolgte nachdem in einem Betrieb in der Gemeinde Ottersweier im Landkreis Rastatt der Blauzungenvirus vom Serotyp-8 festgestellt worden ist. Nach öffentlicher Bekanntmachung des Seuchenausbruchs durch das Landratsamt des Landkreises Rastatt erlklärte das Landratsamt des Landkreises Calw als untere Tiergesundheitsbehörde das gesamte Kreisgebiet des Landkreises Calw zum Sperrgebiet.

25. Januar 2019: Weitere Fälle in Rheinland-Pfalz

Die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 breitet sich in Rheinland-Pfalz weiter aus. Nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes aus Rheinland-Pfalz wurde der Erreger mittlerweile in je einem Bestand in den Landkreisen Südwestpfalz, Bad Kreuznach, Trier-Saarburg und der Stadt Zweibrücken bestätigt.

23. Januar 2019: Restriktionsgebiete auch in Bayern

Durch das Bekanntwerden von zwei neuen Fällen der Blauzungenkrankheit sind nun auch einige bayerische Landkreise und kreisfreie Städte zum Restriktionsgebiet erklärt worden. Im westlichen handelt es sich dabei um Unterfranken und das südwestliche Schwaben. Aber auch in Hessen sind die Sperrgebiete durch das Bekanntwerden dieser Fälle größer geworden. Einzelnen Landkreise in Südhessen wurden bereits durch den ersten Fall der Blauzungenkrankheit im Dezember zur Restriktionszone erklärt.

21. Januar 2019: Neue Sperrgebiete in Baden-Württemberg und NRW

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hessen sind seit Jahresbeginn insgesamt 13 neue Fälle der Blauzungenkrankheit vom Serotyp-8 aufgetreten. Aus diesem Grund müssen die bisherigen Sperrgebiete im Süden des Landes nun um die Landkreise Limburg-Weilburg, Hochtaunus, Rheingau-Taunus, Main-Taunus und Offenbach sowie die kreisfreien Städte Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden erweitert werden.

Auch Teile in Nordrhein-Westfalen sind zu Sperrgebieten erklärt worden. Davon betroffen sind die Kreise Euskirchen, Düren, Rhein-Erft und teilweise der Kreis Heinsberg sowie die Städte Aachen, Bonn und Köln, wie das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium mitteilte.

15. Januar 2019: Blauzungenkrankheit im Saarland

Mittlerweile ist die Blauzungenkrankheit auch im Saarland ausgebrochen. Das bestätigte am Montag (14.01.19)  das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut. Bei einem Kalb im Saarland ist der Erreger nachgewiesen worden, wie das saarländische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gegenüber agrarheute mitteilte. Es sei vorgesehen, möglichst alle Rinder des Betriebs gegen die Krankheit zu impfen und ihre Behandlung mit einem Insektizid anzuordnen.

Nach Aussage des Ministeriums sollen Blutproben der Tiere auf die Blauzungenkrankheit untersucht werden, um die Ausbreitung des Virus in dem Betrieb abschätzen zu können.

14. Januar 2019: Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg

Die Blauzungenkrankheit breitet sich in Baden-Württemberg weiter aus. „Bisher wurde das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 in 14 Betrieben in den Landkreisen Rastatt, Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg Stadt und Lörrach festgestellt", sagte der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk. Betroffen sei insbesondere Südbaden. „Die betroffenen Betriebe stehen unter amtlicher Beobachtung", so der Minister. 

In den Ausbruchbetrieben würden alle Rinder auf Blauzungenkrankheit untersucht und geimpft. „Die Ansteckung der Kälber und Rinder ist in den vergangenen Wochen erfolgt", sagte Peter Hauk. Die durch Stechmücken übertragene Tierseuche breite sich auch während der kalten Jahreszeit im Land weiter aus. Der Landwirtschaftsminister appellierte daher an alle Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter, ihre Tiere gegen BTV-8 und BTV-4 impfen zu lassen.

Das sei dringend nötig, da im Frühjahr die Temperaturen ansteigen und die Mücken wieder vermehrt das Virus übertragen würden. Allerdings gebe es bei der Verfügbarkeit von Impfstoffen bereits Engpässe. „Daher ist es wichtig, die Impfungen zeitnah bei den Tierarztpraxen anzumelden", so der Minister. Sind die Impfvorräte aufgebraucht, müsse bis zur Lieferung von neu produziertem Impfstoff bis zu vier Monate gewartet werden.

11. Janur 2019: Blauzungenkrankheit bricht in Rheinland-Pfalz aus

In einem Rinderbestand im Landkreis Trier-Saarburg ist die Blauzungenkrankheit nachgewiesen worden. Das teilt das Landesuntersuchungsamt (LUA) mit. Das Ergebnis wurde ebenfalls durch das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Ganz Rheinland-Pfalz wird zum Restriktionsgebiet erklärt. Für den Handel mit Tieren gelten Einschränkungen.

Das gesamte Bundesland wurde am Freitag zum Sperrgebiet erklärt, wie der Sprecher des Landesuntersuchungsamtes (LUA), Achim Ginkel, in Koblenz sagte. Mindestens ein Tier wurde bereits vorsorglich getötet. Für den Menschen gilt die Virusinfektion als ungefährlich.

Der Erreger wurde in einem Rinderbestand im Kreis Trier-Saarburg nachgewiesen. Bei zwei weiteren Verdachtsfällen in Zweibrücken und dem Saarpfalz-Kreis stehe die Bestätigung des nationalen Referenzlabors noch aus, sagte Ginkel. Die Blauzungenkrankheit trifft vor allem Schafe, Ziegen und Rinder. Ein typisches Symptom ist eine geschwollene, blau gefärbte Zunge.

Das im Süden von Rheinland-Pfalz bereits bestehende Restriktionsgebiet, das im Dezember 2018 nach dem Ausbruch der Seuche im baden-württembergischen Ottersweier (Landkreis Rastatt) eingerichtet worden war, wird ausgeweitet. Davon betroffen sind auch Teile der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Hessen. Das Restriktionsgebiet muss mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden.

Dezember 2018: Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg ausgebrochen

Nach Informationen des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg ist die Blauzungenkrankheit des Serotyps 8 bei Rindern in einem Bestand im Landkreis Rastatt ausgebrochen. Die Tierseuche wurde im Rahmen einer routinemäßig durchgeführten jährlichen Kontrolle nachgewiesen. Der Betrieb steht nun unter behördlicher Beobachtung. Daher seien Seuchenbekämpfungsmaßnahmen in dem Tierbestand derzeit nicht notwendig.

Um den Ausbruchbetrieb wird nun ein Restriktionsgebiet eingerichtet. Wie das Stuttgarter Agrarministerium am Mittwoch mitteilte, gilt die Zone 150 Kilometer rund um den Ort des Ausbruchs. Es wird vollständig Baden-Württemberg und das Saarland sowie das südliche Hessen und Rheinland-Pfalz umfassen. Das Sperrgebiet muss mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden. Erst danach kann die Bundesrepublik Deutschland sich wieder als frei von Blauzungenkrankheit (bluetongue disease - BT) erklären.

Blauzungenvirus für den Menschen ungefährlich

Das Virus ist für Menschen nicht gefährlich. Fleisch und Milch sowie daraus hergestellte Erzeugnisse können daher ohne Bedenken verzehrt werden“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Mittwoch (12. Dezember) in Stuttgart.

Betroffene Tiere im Sperrgebiet müssen gemeldet werden

„Im Sperrgebiet und damit im gesamten Land sind sämtliche Rinder-, Schaf- und Ziegenhaltungen sowie die Haltung von Wildwiederkäuern dem jeweils zuständigen Landratsamt oder Bürgermeisteramt in den Stadtkreisen unter Angabe des Standorts der Tiere mitzuteilen. Hierzu kann ein Meldevordruck verwendet werden, der von den Ämtern zur Verfügung gestellt wird“, erklärte Minister Hauk.

Das Verbringen von Rindern, Schafen, Ziegen und gehaltenen Wildwiederkäuern innerhalb von Baden-Württemberg ist ohne vorherige Impfung oder Laboruntersuchung mit Genehmigung des jeweils zuständigen Veterinäramtes möglich. Dies ist aber nur zulässig sofern die Tiere beim Verbringen keine Krankheitssymptome aufweisen, die auf Blauzungenkrankheit hinweisen oder der Tierbestand nicht wegen eines Ausbruchs der Blauzungenkrankheit gesperrt ist. Auch in ein BTV-8-Sperrgebiet in anderen Ländern und Staaten können die Tiere ohne Impfung oder Laboruntersuchung mit behördlicher Genehmigung verbracht werden.

Das Verbringen beziehungsweise der Export von Wiederkäuern in ein BTV-8-freies Gebiet ist nur zulässig, wenn die Tiere einen wirksamen Impfschutz haben.

Mit Material von Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
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