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Tiergesundheit

Blauzungenkrankheit: Schleswig-Holstein empfiehlt zu impfen

Milchvieh auf der Weider
Markus Pahlke, dlz primus Rind
am
05.07.2017

Angesichts des Ausbruchs der Blauzungenkrankheit in Frankreich, empfiehlt das Landwirtschaftsministerium in Schleswig-Holstein die freiwillige Impfung.

Aufgrund der aktuellen Seuchenlage in Frankreich und Italien, rät das Agrarministerium Schleswig-Holstein Rinderhaltern zur freiwilligen Impfung gegen die Blauzungenkrankheit. Das Risiko der Einschleppung sei hoch.

Ein weiterer Vorteil der Impfung ergibt sich für den Tierverkehr. Im Falle eines Ausbruchs der Blauzungenkrankheit in Deutschland können geimpfte Tiere aus den dann eingerichteten Restriktionszonen von 150 Kilometern transportiert werden. Geimpfte Tiere sind somit nicht von den Handelseinschränkungen betroffen. Die Impfung muss allerdings mindestens 60 Tage zurückliegen. Eine rechtzeitige Impfung schützt somit die Tiere vor Symptomen, aber auch die Landwirte vor wirtschaftlichen Verlusten.

Geeignete Impfstoffe sind auf dem Markt verfügbar. Vor der Impfung ist bei der zuständigen Veterinärbehörde eine Impfgenehmigung zu beantragen.

Hintergrund zur Blauzungenkrankheit

Das Virus führt bei infizierten Tieren zu Fieber, Entzündung der Schleimhäute an Lippen, Nase, Zitzen und Euter, Ödemen im Kopfbereich und an den Gliedmaßen sowie zu Atemwegserkrankungen. Vor allem bei Schafen kann die Seuche zu schwerwiegenden Symptomen führen. Stellen Tierhalterinnen und Tierhalter verdächtige Symptome fest, so sollten sie umgehend den Tierarzt kontaktieren.

In Deutschland wurde das Virus letztmalig Ende 2009 nachgewiesen. Seit dem Jahr 2011 ist Deutschland offiziell frei von dieser anzeigepflichtigen Tierseuche. Jedes Jahr wird eine Stichprobe von Tieren aus ganz Deutschland auf das Virus untersucht, es gab bisher aber keinen Hinweis auf infizierte Tiere in Deutschland.

Mit Material von Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

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