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Fütterung

Brachlandflächen zur Futternutzung

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Jana Semenow, agrarheute
am
27.06.2018

In Thüringen wird beim Dauergrünland mit einem geringeren Ernteertrag gerechnet. Branchlandflächen sollen daher zur Futternutzung geerntet werden dürfen.

Aufgrund der Trockenheit und geringen Niederschläge wird beim Dauergrünland und beim mehrschnittigen Feldfutter in diesem Jahr mit einem geringeren Ernteertrag gerechnet. Dadurch ist vielerorts das Gras nur wenig oder gar nicht nachgewachsen. Laut Landwirtschaftsministerin Birgit Keller wird den Landwirten daher die Möglichkeit gegeben, weiteres Futter von Brachlandflächen zu ernten.

Auf Grundlage eines vorher formlos schriftlich gestellten Antrags vom Landwirtschaftsministerium für die Winterfuttergewinnung ab 1. Juli können Brachen zur Bereitstellung von ökologischen Vorrangflächen freigegeben werden. Das gewonne Futter kann für die eigene Tierhaltung oder von Dritten genutzt werden. Im Antrag müssen der Flächenname, der Verwendungszweck, der Zeitraum und die Nutzung des Aufwuchs für die Ausnahmegenehmigung benannt werden.

Konsequenzen für die Direktzahlungen

Die Futternutzung der Brachlandflächen hat im Rahmen der Direktzahlungen folgende Konsequenzen:

  • Brachen werden im Rahmen der Anbaudiversifizierung (1. bis 15. Juli 2018) wie Gras und andere Grünfutterpflanzen behandelt. Bei der Pflicht zur Bereitstellung von Vorrangflächen ändert sich nichts bei der Einstufung.
  • Eine Beweidung von solchen Brachen mit Ziegen und Schafen ist ab 1. August uneingeschränkt möglich. Jedoch gilt dies nicht für Brachen mit Honigpflanzen.
  • Bei Streifenelementen als ökologische Vorrangfläche wie Feldränder und Streifenbeihilfefähiger Flächen am Waldrand ist eine generelle Nutzungsmöglichkeit ohnehin gegeben. Diese können ganzjährig beweidet und ab 1. Juli auch für die Winterfuttergewinnung durch Mahd benutz werden.
Mit Material von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

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