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Aus der Wirtschaft

Brasilien: Exportprobleme wegen BSE-Fall

von , am
09.01.2013

Aufgrund neuer Untersuchungsergebnisse eines atypischen BSE-Falls aus dem Jahr 2010 diskutieren verschiedene Länder über einen Exportstop von Rindfleisch aus Brasilien.

Russland importiert jetzt offenbar in größerem Umfang Rindfleisch aus Brasilien. © landpixel
Brasilien könnte in den nächsten Wochen Probleme mit dem Export von Rindfleisch bekommen. Ursache ist ein "atypischer" Fall von BSE bei einer 13 Jahre alten Kuh vom Dezember 2010. Nachdem verschiedene Labors in Brasilien zunächst zu unterschiedlichen Ergebnissen bei der Untersuchung kamen, wurde der BSE-Fall im Dezember 2012 von einem Labor in Großbritannien bestätigt.
 
 
 
 
Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) teilte jedoch unmittelbar auf die Untersuchungsergebnisse hin mit, dass das Tier offenbar nicht direkt an den Folgen von BSE gestorben sei. Gleichzeitig werde der bisherige Status von Brasilien als Land mit einem sehr geringen BSE-Risiko aufrechterhalten.

Exportverbote aus Japan, Südkorea und China

Vor dem bekanntwerden der endgültigen Testergebnisse und der positiven Interpretation des brasilianischen BSE-Risikos durch die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) hatten eine ganze Reihe von asiatischen Ländern bereits im letzten Jahr Exportstopps für Rindfleisch aus Brasilien verhängt. Dazu gehören Japan, Süd-Korea, Taiwan, China und Südafrika. Weitere Länder diskutieren derzeit offenbar über ein Einfuhrverbot. Das brasilianische Landwirtschaftsministerium plant zur Sicherung der Absatzmärkte und zur Abwendung der Absatzkrise eine zentrale Überprüfung der Kontroll- und Produktionsprozesse in der Rindfleischproduktion.
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