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Haltung und Mast

Brasilien steigert Rindfleischexporte

von , am
11.12.2013

Brasilia - Die brasilianischen Rindfleischausfuhren haben in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um ein Viertel auf 851.500 t zugenommen.

51.000 t Rindfleisch aus Brasilien ging in den ersten neun Monaten 2013 in die EU. © Barbara Pheby/Fotolia
Hauptkunde der Südamerikaner in diesem Bereich ist nach wie vor Russland - die Exporte dorthin stiegen um 16 Prozent auf 238.300 t. An zweiter Stelle folgte Hongkong mit einer im Vorjahresvergleich um 141 Prozent gestiegenen Gesamtabnahme von 162.200 t. Weitere wichtige Ziele der brasilianischen Exporteure sind Venezuela und Ägypten mit jeweils mehr als 90.000 t Rindfleisch, wie der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) in Bonn mitteilte.
 
Die Lieferungen in die EU erhöhten sich laut Dow Jones News im Berichtszeitraum zwar um ein Drittel auf rund 51.000 t, blieben jedoch - gemessen an der gesamten Exportmenge Brasiliens - eher bescheiden. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass aufgrund von Rückverfolgbarkeits-Auflagen mit insgesamt rund 1.700 Farmen nur relativ wenige brasilianische Viehhaltungsbetriebe für die Lieferung von Rindfleisch zum Export in die EU berechtigt sind.

EU durch hohe Auflagen als Exportmarkt weniger attraktiv

Seit dem Jahr 2011 habe sich die Anzahl der von der EU zugelassenen Viehhaltungsbetriebe in Brasilien um etwa ein Viertel reduziert, berichtet der VDF. Angesichts der starken Importnachfrage aus anderen Ländern zu attraktiven Preisen scheine sich das Interesse der brasilianischen Exporteure an einer Lieferung nach Europa unter den gegebenen Auflagen in Grenzen zu halten, so der Verband.
 
Mehr als die Hälfte der weltweit gehandelten Rindfleischmenge kommt aus den drei Ländern Brasilien, Indien und Australien. Deren Marktanteile liegen bei 20 %, 19 % beziehungsweise 17 %. Von der steigenden Nachfrage auf den Weltmärkten in den zurückliegenden Jahren, die zu einer deutlichen Ausdehnung der Rindfleischexporte führte, profitierten laut VDF in erster Linie Indien und Brasilien.
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