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Aus der Wirtschaft

Brasilien/Rindfleisch: Export wächst stärker als erwartet

von , am
13.03.2013

Brasilien war 2012 der weltweit zweitgrößte Exporteur von Rindfleisch. Für die Europäische Union sind die Südamerikaner sogar der wichtigste Lieferant.

Russland importiert jetzt offenbar in größerem Umfang Rindfleisch aus Brasilien. © landpixel
Für 2013 rechnen die Analysten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) mit einer weiteren kräftigen Zunahme der brasilianischen Ausfuhren. Dabei hatten die Exporte bereits 2012 die ursprünglichen Erwartungen übertroffen.
 
Ursachen für den kräftig wachsenden Export sind unter anderem die zuletzt wieder schneller zunehmende Produktion sowie die Abschwächung des Konsums. Hinzu kommt eine währungsbedingt deutlich verbesserte Wettbewerbsfähigkeit an den Exportmärkten.

Export setzt sich auch 2013 fort

Bereits 2012 hat der brasilianische Export um 13 Prozent (%) auf 1,52 Millionen Tonnen (Mio. t) zugenommen und damit deutlich stärker als zunächst erwartet wurde. Ursachen für den Exportschub waren neben der starken globalen Nachfrage auch die deutlich abwertende brasilianische Währung (-20 % im Jahr 2012). Hinzu kommen die anhaltend hohen Weltmarktpreise und die damit verbundenen ebenfalls hohen Exporterlöse.
 
Vor diesem Hintergrund rechnen die US-Analysten 2013 mit einer weiteren Zunahme der brasilianischen Ausfuhren um acht Prozent auf 1,65 Mio. t.

Rund zehn Prozent aller Ausfuhren in die EU

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Die sechs wichtigsten Exportmärkte mit Absatzmengen zwischen knapp 70.000 t und rund 250.000 t waren Russland, Ägypten, die Europäische Union, Honkong, Venezuela, der Iran und Chile. Dabei hat Brasilien in alle aufgeführten Länder, außer in den Iran, mehr Rindfleisch exportiert als im Jahr zuvor.
 
Der Anteil der Europäischen Union an den Gesamtexporten lag bei etwa zehn Prozent. Russland kam als wichtigster Markt auf knapp ein Viertel der Gesamtausfuhren.
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