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Zucht

Braunvieh: Spezialist(inn)en für Milch und Fleisch

Nicoleta Culiuc/agrarheute
am
12.11.2014

Anita, Foxi und Heluna hießen die heutigen Stars im TopTierTreff. Die drei Kühe sind Paradebeispiele für die Zweinutzungsrasse Braunvieh.

Anita, Foxi und Heluna - drei Braunviehkühe aus dem Allgäu standen heute im Mittelpunkt der Drehbühne auf der EuroTier. Die drei Rinder haben allesamt gute Milchleistungen (über 6.500 Kilogramm Milch bei einer 300 Tage Laktation) und ein robustes Exterior. Bekannt sind Braunviehkühe auch als "Käsekühe".

Flache Laktationskurve

Das Braunvieh ist eine Zweinutzungsrasse (Produktion von Milch- und Fleisch). In Deutschland werden Braunviehtiere insbesondere in Baden-Württemberg und in Bayern gezüchtet. Die Braunviehkühe sind neugierige und zutrauliche Tiere. Auch in Herden können sie gut gehalten werden. Die Laktationskurve ist bei Braunvieh flach - das hält den Stoffwechsel stabil.
 
Markus Hefele- Anpaarungsberater bei der Allgäuer Herdebuchgesellschaft - lobt die Braunviehrasse als robust, funktionell und wirtschaftlich. Die Laktation erstreckt sich über mehr als vier Jahre. Die Nutzungsdauer ist ein Jahr länger wie bei anderen Milchrassen (circa 6,5 Jahre). Die guten Fundamente sollen einen funktionellen Bewegungsablauf sichern. Das ermöglicht die Laufstallhaltung.

Gute Schlachtkörperqualität

Die Beckenlagen sind günstig für einen leichten Kalbeverlauf, sagt der Anpaarungsberater. Diese Eigenschaften sorgen ihm zufolge für gute Lebensleistungen  und in der Milchproduktion für geringere Tierarztkosten. Die Braunviehtiere sind mastfähig und haben eine gute Schlachtkörperqualität.
 

Zuchtziele beim Braunvieh

  • Beckenlage: leicht abfallend
  • breites Becken für leichtes Abkalben 
  • Breite Brust und eine tiefe Rippe für höhere Futteraufnahmen und damit eine preiswertere Produktion
  • Euter: bevorzugt straff aufgehängt
  • robuste Beine und harte, widerstandsfähige Klauen
  • Mehr als vier Laktationen.

Braunvieh: Spitzengenetik auf der EuroTier

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