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Tierhaltung

Bremsen und Mücken: Diese Mittel helfen den Tieren

von , am
11.08.2016

Wenn sie in Massen auftreten kommt Unruhe in die Herde und es sogar zu Leistungseinbußen kommen. User-Tipps zur Bekämpfung der Plagegeister.

© agrarfoto

Wie intensiv Bremsen, Mücken und Fliegen auftreten, hängt stark von der Bodenbeschaffenheit, der Vegetation und dem Vorkommen stehender Gewässer ab. In Waldgebieten und schwül-feuchten Lagen ist es häufig besonders schlimm.

Bayofly und Butox

Verschiedene User empfehlen Butox (Wirkstoff: Deltamethrin): "Zweimal pro Weidesaison hilft eigentlich immer ausreichend. Darf aber nicht bei praller Sonne aufgetragen werden. Und wenn´s regnet ist es auch nicht so dolle, weil es dann mehr am Boden wirkt." Bei den Mengen sparen, meinen die User, solle man allerdings nicht. Häufig wird auch Bayolfy (Wirkstoff: Cyfluthrin) empfohlen.

Eine weitere Userin schwört bei Pferden auf  Wellcare Emulsion (Wirkstoff: Permethrin): "Riecht angenehm. Bleibt aber auch ewig an den Händen, daher am besten Gummihandschuhe benutzen. Wirkt bis zu zwei Wochen bei meinem Pferd." ... "Ich trage es mit dem Schwamm an den am meisten befallenen Stellen wie am Bauch, auf den Beinen, in den Ohren und auf der Brust auf. Über den restlichen Körper mach ich nur ein paar einzelne Wischer mit dem restlichen im Schwamm befindlichen Mittel."  

Alternativen zur Chemie: Balistol und Knoblauch

Wer lieber nicht auf Chemie setzt, kann sich an den Tipp von DutchFuchs halten. Er empfiehlt Balistol. "Mich stört das ölige nicht und der Geruch auch nicht. Hauptsache die Mücken und Bremsen bleiben von mir und den Pferden fern." Bei den vielen Debatten im Netz taucht auch er immer wieder auf: Knoblauch oder Knoblauchexktrakt. Der Geruch soll Bremsen ebenfalls fernhalten.

Deswegen macht die Bekämpfung Sinn

Eine Bekämpfung von Stechmücken und Bremsen macht nicht nur Sinn, weil die Tiere die Herde beunruhigen, sonden auch weil sie Krankheiten übertragen oder verschleppen. So können durch sie Bakterien von Kot und faulendem organischem Material auf Schleimhäute und äußere Verletzungen gelangen.

Durch die Unruhe fressen die Tiere weniger, was wiederum Leistungseinbußen nach sich ziehen kann. In extremen Fällen kann auch der fortwährende Blutentzug die Rinder/Pferde schädigen.

Achtung: Diese Pflanzen sind für Weidetiere giftig

Das Vergiftungsbild bei Steinklee wird im Allgemeinen erst nach zwei bis drei Wochen fortwährender Steinkleeverfütterung sichtbar, da die Wirkstoffe kumulieren. Häufig wird eine Lähmung der Rumpfmuskulatur beobachtet, aber die Beweglichkeit des Kopfes bleibt erhalten. Der Tod tritt meist zehn bis zwölf Tage nach Erkrankungsbeginn ein, sofern nicht schnell und gezielt therapiert wird. © lixitixel
Beim Schierling ist die gesamte Pflanze giftig. Rinder meiden die Frischpflanze, aber Schweine scheinen sie zu mögen. Der Schierling führt im ersten Schritt zu Fressunlust und kann bei entsprechender Menge auch zum Tod führen. © MPF/Wikipedia
Normalerweise wird das Jakobskreuzkraut (Synonym Jakobsgreiskraut) auf der Weide nicht gefressen, aber wenn das Vorkommen hoch und/oder die Pflanze im Rosettenstadium ist, wird sie besonders von Jungtieren nicht selten aufgenommen. Die Pflanze ist nicht nur im frischen, sondern auch im getrockneten und silierten Zustand giftig. © Rasbak/Wikipedia
Die Symptome eine Vergiftung mit Jakobskreuzkraut sind vollständige Futterverweigerung, rapider Gewichtsverlust, reduzierte Milchleistung, abnorm gefüllter Pansen, Bauchwassersucht (Aszites), übel riechender wässriger oder blutiger Durchfall sowie plötzliche Aufregungszustände. Die Erkrankung endet oft tödlich. © anro0002/Wikipedia
Die Herbstzeitlose ist hochgiftig und kommt bevorzugt auf feuchten Wiesen vor. Den deutschen Namen erhielt die Pflanze, weil sie im Herbst und somit „außerhalb der Zeit“ blüht. Vergiftungssymptome sind Futterverweigerung und fast vollständig fehlendes Wiederkauen, Speichelfluss, Schweißausbrüche, Koliken und blutiger Durchfall. © Juandev/Wikipedia
Die Herbstzeitlose ist giftig für Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde und Katzen sowie für Nager wie Kaninchen und Hasen. Besonders gefährdet sind Pferde und Schweine, während Rinder und Schafe nicht ganz so empfindlich reagieren. Für das erwachsene Rind liegt die tödliche Dosis bei 1,5 bis 2,5 kg des frischen Krautes beziehungsweise 2 bis 2,5 kg der getrockneten Pflanze. © Dominik Matus/Wikipedia
Beim Schwarzen Nachtschatten ist die gesamte Pflanze giftig, besonders die Beeren.Als Vergiftungssymptome werden erweiterte Pupillen, Verdrehung des Kopfes, Mattigkeit, Muskellähmung, schwankender Gang, Empfindungslosigkeit, Koliken und Durchfall beobachtet. © Bogdan/Wikipedia
Die gesamte Pflanze ist wenig giftig, wirkt aber fototoxisch. Innerhalb von ein bis zwei Tagen kommt es zu Veränderungen wie Rötungen, Schwellungen und schwarzen Krusten an unpigmentierten und dünnbehaarten Körperstellen (Augenlidern, Flotzmaul, Euter). © Albert Herring/agrarheute.com
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