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Milchmarkt

Brüssel gibt kein Milchpulver aus Intervention frei

Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
14.02.2017

Weil die Preisgebote jeweils uner dem Marktpreis lagen, hat die EU-Kommission kein Magermilchpulver zum Verkauf freigegeben.

Die EU-Kommission bleibt mit der Auslagerung von Milchpulver aus der Intervention sehr vorsichtig, um den labilen Pulvermarkt nicht unnötig unter Druck zu setzen. Laut Angaben der EU-Kommission gab es bei der jüngsten Ausschreibungsrunde Kaufanfragen über insgesamt 1.796 t. Doch hätten die Gebote mit 155 Euro bis 185 Euro/100 kg deutlich unter dem von ihr aktuell festgestellten Marktpreis von 204 Euro/100 kg gelegen, berichtet die Brüsseler Behörde. Wie in den beiden Verkaufsrunden zuvor wurde deshalb kein Zuschlag erteilt.

Soviel wurde bisher verkauft

Bislang wurde lediglich bei der ersten Ausschreibung Mitte Dezember 2016 Magermilchpulver aus der Intervention verkauft, und zwar insgesamt 40 Tonnen zu einem Preis von 215 Euro/100 kg. In den staatlichen Lagern befinden sich aber rund 352.600 t des Pulvers. Der Stichtag für die nächste und damit fünfte Ausschreibung ist der 21. Februar.

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