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Aus der Wirtschaft

Bullenpreise geben ab - Kühe ziehen weiter an

von , am
01.05.2015

Die Bullenpreise gaben Ende April leicht nach. Bei Schlachtkühen steigen die Preise weiter an. Damit sind die Kuhpreise in Deutschland seit Jahresbeginn um 48 Ct oder 17 Prozent gestiegen.

70 Prozent des derzeitigen spezifizierten Risikomaterials (SRM) könnten ab 2016 wieder frei verkehrsfähig sein. © Mühlhausen/landpixel
Die Bullenpreise gaben vor allem für die besseren Qualitäten (U, R) etwas nach, liegen jedoch sehr deutlich über der Vorjahreslinie und sind etwa so hoch wie vor zwei Jahren. Die EU-Kommission geht in einer aktuellen Prognose davon aus, dass die Kuhpreise in der EU im Jahresmittel deutlich höher liegen werden als 2014 und die Bullenpreise das Vorjahresniveau leicht übertreffen.
 
Bislang sieht es jedoch zumindest in Deutschland nach einem sehr deutlich Vorsprung der Kuhpreise gegenüber dem Vorjahr aus und auch die Bullenpreise übertreffen die Vorjahreslinie weitaus stärker als von der Kommission erwartet wird.
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 26. April ein Preis von 3,76 Euro/kg SG (Hkl. R3) gezahlt und damit zwei Cent weniger als in den vier Wochen zuvor (3,78 €/kg SG), jedoch 18 Ct bzw. fünf Prozent (3,58 €/kg SG) mehr als 2014 zu diesem Termin.

Anstieg der Kuhpreise setzt sich fort

Die Preise für Schlachtkühe sind in der Woche bis 26. April erneut gestiegen.
  • Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte 3,32 Euro/kg SG und damit 2 Ct mehr als in der Woche zuvor und 21 Ct bzw. knapp 7 % mehr als vor einem Jahr (3,11).

  • Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der aktuellen Schlachtwoche mit 3,23 Euro/kg 3 Ct höhere Preise ausgezahlt. Für Kühe dieser Kategorie sind die Preise derzeit sogar 34 Ct bzw. 12 % höher als vor einem Jahr (2,89).

  • Gleichzeitig sind die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsqualität) um 2 Ct auf 2,48 Euro/kg gestiegen. Damit sind die P2-Preise noch 27 Ct höher als im Jahr 2014 (2,21). 

Weitere Informationen erhalten sie im Marktbereich des agrarmanager.

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