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Aus der Wirtschaft

Bullenpreise: Von nun an geht's bergab

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
22.05.2015

Seit fast drei Wochen sinken die Preise für Jungbullen immer weiter. Damit folgen die Preise dem saisonal typischen Trend, der für gewöhnlich bis Juli oder August anhält.

Die Bullenpreise kommen Ende Mai nun doch deutlich unter Druck. Und auch bei Schlachtkühen geben die Preise zum ersten Mal in diesem Jahr nach. Dabei liegen sowohl die Bullenpreise als die Preise für Schlachtkühe in Deutschland unverändert deutlich über der Vorjahreslinie. Bei Bullen folgen die Preise jedoch dem zu diesem Termin saisonal durchaus üblichen Trend bis etwa Juli/August nach unten, erklärt Marktexperte Dr. Olaf Zinke auf der Internetseite des agrarmanagers. Die Preise für Schlachtkühe sind in den letzten Jahren hingegen ebenfalls aus saisonalen Gründen bis in den Juni, teilweise auch bis in den Juli hinein gestiegen und haben erst dann nachgegeben.
 

Bullenpreise geben deutlich nach

Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 17. Mai ein Preis von 3,65 Euro kg SG (Hkl. R3) gezahlt und damit fünf Cent weniger als in der Woche zuvor, jedoch noch acht Cent mehr als im letzten Jahr zu diesem Termin. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte zuletzt im Bundesmittel 3,30 Euro/kg ausgezahlt und damit vier Cent weniger als letzte Woche. Die Preise für U3-Bullen gaben in der letzten Woche ebenfalls um vier Cent auf 3,72 Euro/kg nach.

Kuhpreise gehen erstmals zurück

Die Preise für Schlachtkühe sind in der Woche bis 17. Mai erstmals in diesem Jahr zurückgegangen. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte 3,32 Euro/kg SG und damit ein Cent weniger als in der Woche zuvor. Dennoch liegt der Preis noch 17 Cent über dem Vorjahr. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurden in der aktuellen Schlachtwoche mit 3,19 Euro/kg um drei Cent niedrigere Preise ausgezahlt.

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