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Aus der Wirtschaft

Bullenpreise liegen 17 Cent über dem Vorjahr

von , am
27.02.2015

Die Preise für Jungbullen erreichen mit 3,93 Euro kg SG den höchsten Stand seit zwei Jahren. Der Vorjahrespreis wird mit 17 Cent übertroffen.

Künftig sollen Kälber bei der Enthornung ein Beruhigungs- und ein Schmerzmittel bekommen. © landpixel
Die Preisrallye bei Schlachtrindern geht weiter und nimmt Ende Februar sogar noch einmal Fahrt auf. Dabei steigen die Bullenpreise auf den höchsten Stand seit Anfang April 2013. Das Angebot an Bullen hat mit den steigenden Preisen zwar leicht zugenommen, deckt jedoch offenbar nicht die Nachfrage der Schlachter, so dass die Preise ebenfalls weiter steigen. Dabei ist das bevorstehende Osterfest offenbar nur ein Grund für den Nachfrageschub. Ein weitere Grund für den sehr kräftigen Preisanstieg hierzulande dürfte die im letzten Jahr drastisch geschrumpfte Produktion in Italien und die daraus entstandenen deutlich verbesserten Absatzmöglichkeiten für qualitativ hochwertiges Bullenfleisch sein.

Bullenpreise auf höchsten Stand seit April 2013

Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 22. Februar ein Preis von 3,93 Euro kg SG (Hkl. R3) gezahlt und damit vier Cent mehr als vorige Woche und sogar 17 Cent mehr als im letzten Jahr mit 3,76 Euro kg SG. Höhere Preise wurden für Jungbullen zuletzt Anfang April 2013 gezahlt also vor rund zwei Jahren. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 bekamen die Landwirte zuletzt im Bundesmittel 3,57 Euro/kg ausgezahlt und damit nochmals sech Cent mehr als letzte Woche und sieben Cent mehr als vor einem Jahr (3,50). Die Preise für U-3-Bullen haben in der letzten Woche um vier Cent auf 3,99 Euro/kg zugelegt und sind damit 14 Cent höher als vor einem Jahr (3,85). Im vorigen Jahr (2014) sind die Bullenpreise (R3) zum aktuellen Termin von 3,78 Euro auf 3,76 Euro zurückgegangen und gaben von Ende März bis zur Jahresmitte weiter deutlich nach.

Kuhpreise schaffen es fast auf Vorjahresniveau

Die Kuhpreise machten in der letzten Woche sogar einen noch kräftigeren Preissprung als die Bullen und liegen jetzt fast auf dem Vorjahresniveau. Grund für den Preisanstieg bei Schlachtkühen ist offenbar ein sehr knappes und sogar weiter rückläufiges Angebot. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte letzte Woche 3,03 Euro/kg SG und damit fünf Cent mehr als in der Woche zuvor und nur noch drei Cent weniger als vor einem Jahr (3,06). Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Schlachtwoche bis zum 22. Februar mit 2,93 Euro/kg wie auch schon in der letzten Woche zehn Cent höhere Preise ausgezahlt. Für diese besonders gefragte Kategorie sind die Preise jetzt sogar elf Cent höher als vor einem Jahr (2,82).
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