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Milchproduktion

Bundeskartellamt prüft Fusion von Humana und Nordmilch

von , am
09.09.2010

Bremen - Die größten Milchverarbeiter Deutschlands, Humana Milchindustrie und Nordmilch, haben heute ihre Fusion beim Bundeskartellamt beantragt.

© Werkbild

Vorstand und Aufsichtsrat der Humana Milchindustrie und Nordmilch wollen die operativen Einheiten beider milchwirtschaftlicher Unternehmen fusionieren - vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreter der genossenschaftlich organisierten Muttergesellschaften. Die erforderliche Genehmigung durch das Bundeskartellamt wurde heute beantragt.

2006: Gemeinsames Molkeveredelungswerk

Seit 2006 betreiben die Humana Milchindustrie und Nordmilch AG gemeinsam eines der größten Molkeveredelungswerke, die wheyco GmbH. Im Sommer 2009 haben beide Unternehmen ihre Vertriebsaktivitäten im Joint Venture Nord-Contor gebündelt.

März: Weitere Zusammenarbeit angekündigt

Aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit wurde bereits auf den Bezirksversammlungen der Milcherzeuger beider Unternehmen im März dieses Jahres die Prüfung weiterer Potenziale der Zusammenarbeit angekündigt. Dies bezog sich insbesondere auf die mögliche Fusion des gesamten operativen Geschäfts. Die Vertreter der landwirtschaftlichen Mitglieder wurden im Rahmen der ordentlichen Vertreterversammlungen Ende Juni über die Eckpunkte der Fusion informiert. Die finale Entscheidung soll dann im Rahmen außerordentlicher Vertreterversammlungen eingeholt werden. (dlz agrarmagazin/nb)

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