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Wettbewerb

CeresAward 2022: Das sind die Finalisten in der Kategorie Rinderhalter

Rinderhalter des Jahres 2022
am Sonntag, 03.07.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Zwei Landwirtinnen und ein Landwirt sind in der Shortlist für den CeresAward 2022 in der Kategorie Rinderhalter nominiert.

Im Herbst 2022 ist es wieder so weit. Dann steht fest, welcher der 30 Finalistinnen und Finalisten des CeresAward den begehrten Titel Landwirt des Jahres 2022 gewinnt. 

Derzeit arbeitet die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen und Verbänden sowie Redakteurinnen und Redakteuren von agrarheute, auf Hochtouren, besucht die Finalistinnen und Finalisten auf ihren Höfen, fühlt ihnen auf den Zahn und prüft, ob die Bewerbungen halten, was sie versprechen. Die Juroren der Kategorie Rinderhalter besteht aus Markus Pahlke, Redakteur bei agrarheute und Dr. Jens Baltissen, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbands Rind und Schwein (BRS).

Karin Schütz aus Arnsberg (Nordrhein-Westfalen)

Von null zum Wagyufleisch-Sieger

Karin Schütz ist eine klassische Seiteneinsteigerin. Aber die eigene Landwirtschaft war schon immer ihr Traum. Den hat sie sich gemeinsam mit Ihrem Partner Christoph erfüllt. Seit 2018 züchten sie Wagyu-Rinder und seit 2019 bewirtschaftet das Paar einen Pachtbetrieb mit 35 ha und knapp 90 Wagyu-Rindern. Dabei ist die Rinderhalterin für die Aufzucht, aber auch für die gesamte Direktvermarktung, Events und die Marketing-Aktivitäten zuständig. Außerdem pflegt sie den Online Shop und macht die Buchhaltung. Obwohl noch nicht lange dabei, räumt der Betrieb schon Preise ab, wie zum Beispiel 2021 den Wagyu Fleisch Contest oder 2020 den Newbie Award für landwirtschaftliche Startups und innovative Ideen in Europa. Doch Schütz vermarktet nicht nur Fleisch, sondern auch lebende Tiere. Die Herde weist hohe Zuchtwerte auf, da sind Zuchttiere, Embryonen aber auch züchterisches Wissen gefragt. Mit ihrer Bewerbung will die Landwirtin zeigen, dass es auch alternative Wege in die Landwirtschaft gibt.

Lena Timmermann aus Nordloh (Niedersachsen)

Die positive Seite zeigen

Lena Timmermann bewirtschaftet gemeinsam mit ihren Eltern einen Milchviehbetrieb im niedersächsischen Nordloh. Hier haben 150 Kühe und die weibliche Nachzucht ein Zuhause.  In den vergangenen Jahren hat die Familie stark investiert, in Stallbau und automatische Melktechnik. Die 30-jährige Agraringenieurin ist vor allem für das Herdenmanagement verantwortlich und ist eine leidenschaftliche Rinderzüchterin. Wobei es ihr dabei vor allem um das Wohl ihrer Tiere geht. Hohe Lebensleistungen der Kühe unterstreichen ihre Ambitionen. Damit dies möglich ist, setzt sie auf einen hohen Anteil Weidehaltung bei Kühen und Jungvieh. Mit ihrem standespolitischen Engagement will sie der Öffentlichkeit ein positives Bild der Tierhaltung vermitteln.

Frieder Meidert aus Soyen (Bayern)

Rinder und Kinder

Das Geschäftsmodell des Betriebs von Frieder Meidert fußt auf zwei Standbeinen und einem Tanzbein. Denn während die Rindermast und die Viehvermarktung das Auskommen des Betriebs sichern, ist ihm der Bauernhofkindergarten eine Herzensangelegenheit. Bei allem was der 47-jährige tut, ist ihm das Verwurzeltsein in der Region und Gesellschaft wichtig. Das gilt sowohl für den Viehhandel, aber auch für die Rindermast. Für ihren damals neugebauten Stall erhielt Meidert 2015 den bayerischen Tierwohlpreis. Seit September 2021 betreibt der Integrationskindergarten Soyen auf dem Betrieb einen Bauernhofkindergarten. Dabei sind die Kinder regelmäßig im Stall und füttern Kälber, Schweine und Hühner. Damit macht er viele Kinder glücklich und vermittelt Landwirtschaft durch Praxis.

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