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Haltung und Mast

Copa/Cogeca: EU-Rindfleisch-Produktion in Schwierigkeiten

von , am
17.12.2010

Brüssel - Die EU-Dachverbände der EU-Bauern und ihrer Genossenschaften, Copa und Cogeca, haben vor der schwierigen Situation gewarnt, in der sich der Rindfleisch-Sektor heute befindet.

© Vladimir Pozdeev/fotolia

Dieser kämpft mit geringen Preisen und gleichzeitig hohen Kosten. Diese Probleme waren Gegenstand eines Treffens von Copa/Cogeca- und EU-Kommissionsexperten. Copa/Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen betonte: "Die Rindfleischpreise sind kaum auf dem gleichen Niveau wie 2008, während die Futterkosten das Level von vor zwei Jahren wieder erreicht haben und weiter steigen dürften."

Es wird erwartet, dass die Rindfleischpreise 2011 anfällig bleiben und in einem starken Maße von Entwicklungen der weltweiten Nachfrage abhängen, insbesondere vom Einfluss der beiden Hauptklienten Russland und Türkei.

Einkommen weiter unter Druck

"Das Einkommen unserer Rindfleisch-Produzenten steht 2010 nach drei schwierigen Jahren weiterhin unter Druck. Die Entwicklung der Produktionskosten und eine Erhöhung der Erzeugerpreise werden die Hauptfaktoren sein, um sicherzustellen, dass die Produzenten ein besseres Jahr 2011 erleben", betonte Pierre Chevalier, Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Rindfleisch" von Copa/Cogeca.

Produktion und Handel unter der Lupe

Um zu gewährleisten, dass die EU-Rindfleisch-Produktion überlebensfähig ist, hat Chevalier die EU-Kommission aufgerufen, die mittelfristige globale Produktion und den Handel dieses Sektors zu analysieren, um Marktentwicklungen vorauszusehen.

Ernährungssicherheit für 500 Millionen Verbraucher 

Die Branchensituation soll nicht weiter von externen Faktoren wie sanitären Verhältnissen und Wechselkurs-Veränderungen abhängen. "Im Grunde ist ein blühender Rindfleisch-Sektor entscheidend, um die Versorgungssicherheit für 500 Millionen Konsumenten sicherzustellen", betonte Chevalier. (aiz)

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