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Zoonosen

Corona-Studie: Wie empfänglich sind Rinder?

Rinder stehen auf grüner Weide
am Donnerstag, 27.08.2020 - 08:00 (1 Kommentar)

In einer Studie hat das Friedrich-Loeffler-Institut die Empfänglichkeit von Rindern gegenüber SARS-CoV-2 getestet.

Laut einer Studie des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) zeigen Rinder eine geringe Empfänglichkeit gegenüber SARS-CoV-2. Seit dem Corona-Ausbruch forschen Wissenschaftler auf der ganzen Welt am Ursprung und möglichen Übertragungswegen des Virus. Das FLI führt in dem Zusammenhang Infektionsstudien durch, bei der die Rolle der Nutztiere in der Corona-Pandemie genauer erforscht werden soll.

Da es sich bei SARS-CoV-2 um einen zoonotischen Erreger handelt, können sich sowohl Menschen als auch Tiere infizieren.

Ist SARS-CoV-2 vom Rind auf den Menschen übertragbar?

Das FLI hatte zuvor bereits Studien mit Schweinen, Hühnern und Meerschweinchen durchgeführt und konnte keine Virusvermehrung nachweisen. Bei den Rindern hingegen konnten bei zwei der sechs Tiere eine geringgradige Virusvermehrung nachgewiesen werden. Zusätzlich bildeten die infizierten Tiere Antikörper gegen das Virus. Die restlichen vier Tiere sowie drei Kontakttiere infizierten sich hingegen nicht.

Laut FLI weisen die Ergebnisse darauf hin, dass Rinder nur wenig empfänglich für SARS-CoV-2 sind und das Virus nicht weitergeben. Weder spielen sie bis jetzt eine relevante Rolle bei der Verbreitung, noch stellen die Tiere eine Infektionsquelle für Menschen dar. Allerdings kann sich der Erreger eventuell durch Veränderungen anpassen.

Bis jetzt gibt es weltweit noch keinen bestätigten Fall von SARS-CoV-2 beim Rind.

Mit Material von FLI

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