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Österreich

Coronavirus und Ölkrise treffen den österreichischen Zuchtmarkt

Red Holstein
am Montag, 30.03.2020 - 10:17 (Jetzt kommentieren)

In Österreich steht die Rinderzucht still: Schuld sind das Coronavirus und die Ölkrise. Es gibt viele Tiere aber keine Käufer.

Karl Zottl, der Geschäftsführer des NÖ Rinderzuchtverbandes berichtet im Gespräch mit der Zeitung Niederösterreichische Nachrichten (NÖN) von der aktuellen kritischen Situation am österreichischen Rinderzuchtmarkt. Zum einen ist der Rind- und Kalbsfleischmarkt eingebrochen, da die Systemgastronomie wie McDonalds oder auch die von den Touristen oft besuchten Restaurants nur eingeschränkt geöffnet sind und dadurch wenig Bedarf haben.

Und zum anderen sind die wichtigen Absatzmärkte in Westeuropa wie Italien oder Spanien derzeit nicht erreichbar.

Zusätzliche Ölkrise

Zudem hat der Rinderzuchtverband auch mit der Ölkrise zu kämpfen. „Das trifft uns doppelt. Auch wenn es für die heimische Wirtschaft günstiger wird. Aber viele Kunden von uns in Russland, Aserbaidschan, Kasachstan, Algerien oder dem Iran finanzieren ihre Zuchtrinderimporte und den Aufbau ihrer Landwirtschaft mit den Einnahmen aus dem Ölgeschäft“, erklärt Karl Zottl den NÖN.

So stünden aktuell im Stall des NÖ Rinderzuchtverbandes 60 Kälbinnen in Quarantäne, die nach Kasachstan gehen sollten. Durch die dortige Ölkrise wisse der Käufer aber nicht, ob er sie auch bezahlen könne, so der Geschäftsführer des NÖ Rinderzuchtverbandes, im Gespräch mit der Zeitung Niederösterreichische Nachrichten.

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