Login
Milchproduktion

Danone-Lieferanten wechseln zu Omira

von , am
04.01.2010

Rosenheim - Im Landkreis Rosenheim wechselten im vergangenen Jahr rund 30 Prozent der Danone-Lieferanten zur baden-württembergischen Molkerei Omira. Den Grund dafür lieferte die Molkerei Danone selbst.

© Ewe Degiampietro/fotolia

Die MolkereiDanone verarbeitete weniger Milch und kündigte deshalb die Verträge der Milcherzeuger. Vermutlich will der Konzern, der von Frankreich aus gesteuert wird, auch in Zukunft die Verarbeitungsmenge zurückfahren.

"Das Auszahlungsniveau der Molkereien unterscheidet sich kaum und viele Landwirte sind froh, dass Omira eingesprungen ist", berichtet Burkhard Eysell vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Aelf) Rosenheim. Neben Danone liefern einige Milcherzeuger ihren Rohstoff auch an die Molkereien Alpenhain und Meggle.

Rosenheim: Flächenkonkurrenz zu Biogas gewaltig

Das Milchaufkommen des Landkreises beträgt derzeit 360 Millionen Tonnen pro Jahr. "Die Flächenkonkurrenz für die Erzeugung von Biogas ist zwar gewaltig, aber die Quote hat sich auch im vergangenen Jahr gehalten", sagt Eysell. Insgesamt schätzt er das Konfliktpotential zwischen Erzeugern und Molkereien relativ ruhig ein.

Nördliches Oberbayern: Kaum 'Molkereihopping'

Das nördliche Oberbayern, um den Landkreis Pfaffenhofen und Ingolstadt, sei von dem "Molkereihopping" der Erzeuger nicht betroffen, erklärt Josef Gürtner vom Aelf Pfaffenhofen. In der Region, die ohnehin überwiegend ackerbaulich geprägt ist, nahm die Zahl der Milchviehbetriebe in den letzten Jahren durchschnittlich um vier bis fünf Prozent ab. Der Großteil der Milcherzeuger liefert seinen Rohstoff zur Molkerei Goldmilch in Ingostadt und zu Weihenstephan in Freising. (bem/pd)

Auch interessant