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Milchproduktion

DBV-Milchreferent erneuert seine Absage an ein Milchboard

von , am
17.12.2009

Berlin - Im Rahmen eines Fachgesprächs zum Milchmarkt reagierte Dr. Rudolf Schmidt, Milchreferent beim DBV auf die Angriffe des BDM-Vorsitzenden Romuald Schaber und erläuterte seine Ablehnung eines Milchboards.

Dr. Rudolf Schmidt, Milchreferent des Deutschen Bauernverbandes

Am Montag veranstaltete die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen eine Anhörung zum Thema "Milchmarkt-Wege aus der Krise der Milchbauern" mit zahlreichen Experten im Paul-Löbe-Haus zum in Berlin. "Der Deutsche Bauernverband ist der Interessenvertreter von 370.000 Landwirten in ganz Deutschland, darunter ungefähr 95.000 Milcherzeuger", stellte Schmidt mit Blick auf die Kritik des BDM-Vorsitzenden Romuald Schaber, der Deutsche Bauernverband vertrete die Interessen der Milchbauern nicht, klar.

Einer Erzeugergemeinschaft "mit Namen Milchboard" erteilte Schmidt eine Absage. Davon gebe es in Deutschland Hunderte. Diese Erzeugergemeinschaften hätten im Vergleich zum Milchboard allerdings Verträge mit Abnehmern und einen Vertragspartner mit dem sie verhandeln könnten. Außerdem hätten alle das Produkt, nämlich die Milch. "Genau das hat die Erzeugergemeinschaft mit dem Namen Milchboard nicht", erklärte Schmidt. "Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass das Milchboard kein Instrument ist, um Antworten auf die Krise der bäuerlichen Milchwirtschaft zu geben", wandte sich Schmidt an den BDM-Vorsitzenden. Wenn man eine Struktur habe, bei der man Mengen und Preise steuere, dann sei man in der Quotenregelung drin, vielleicht sogar "noch schärfer". (jg)


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