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Haltung und Mast

DBV stellt klar: Milchkühe werden nicht gedopt

von , am
15.06.2013

Am Mittwoch abend strahlte die ARD-Sendung plusminus die Sendung 'Doping für Turbokühe' aus. Der DBV stellt klar, dass Kühe in Deutschland keine Zusatzstoffe erhalten.

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© krick/agrar-press
In dieser Woche wurde in der ARD-Sendung plusminus der Eindruck erweckt, Kühe in Deutschland erhielten flächendeckend "Dopingmittel", um eine hohe Milchleistung zu erbringen. Auf der Internetseite von plusminus steht folgender Text als Einleitung: "Früher hat eine Kuh acht Liter Milch am Tag produziert, um ihr Kälbchen zu versorgen. Heute bringen es Hochleistungskühe in der industriellen Landwirtschaft auf 50 Liter täglich und sogar über 12.000 Liter im Jahr - pro Tier wohlgemerkt. Und der Druck der Märkte wird immer größer. Außer Kraftfutter bekommen die Tiere jetzt noch Medikamente, die ihre Leistung weiter erhöhen können. Viele Verbraucher haben keine Ahnung, dass die Milch die sie trinken eher von gedopten als von glücklichen Kühen kommt."
 
Konkret wurde dabei das seit April 2013 für den deutschen Markt zugelassene Mittel Kexxtone zur Bekämpfung von Stoffwechselstörungen als Beispiel aufgegriffen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) stellt klar, dass Kühe in deutschen Ställen nur aufgrund intensiver Tierbetreuung, verbunden mit modernen Stallsystemen und einer hochqualitativen Fütterung, hohe Leistungen erbringen. Anderer "Zusatzmittel" bedürfe es dafür nicht!

Steigerung der Milchleistung durch besseren Kuhkomforts

Die in den letzten Jahrzehnten zu beobachtende Steigerung der Milchleistung konnte aufgrund eines besseren Kuhkomforts zusammen mit züchterischen Fortschritten erreicht werden. Ein entscheidendes Zuchtziel ist heute die Langlebigkeit der Milchkühe. Je älter eine Kuh wird, desto wertvoller ist sie für den Bauern.
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