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Aus der Wirtschaft

DeLaval AMR-Melkkarussell im Praxiseinsatz

von , am
19.05.2011

Gamleby, Schweden - Stefan und Karin Löwenborg aus Schweden melken seit einem Jahr in dem automatischen Melkkarussell AMR von DeLaval.

Die DeLaval Fabrik im schwedischen Tumba kürzt die Produktionwoche aktuell um einen Tag. © DeLaval
Stefan und Karin Löwenborg haben mit dem Melken von 300 Kühen begonnen und sind nun dabei die Zahl der zu melkenden Kühe auf dem ersten automatischen Melkkarussell auf 500 zu erhöhen. Die Chance seinem Personal einen attraktiven Arbeitsplatz auf dem Betrieb zu bieten und gleichzeitig die Möglichkeit zu haben, die Herde auf 800 Milchkühe zu vergrößern, ohne zusätzliches Personal einzustellen oder weitere Investitionen zu tätigen, sind die Gründe, weshalb Stefan Löwenborg der erste Landwirt ist, der das automatische Melkkarussell in der Praxis nutzt.
 
"Unser AMR™ ist in der Lage bis zu 90 Kühe pro Stunde zu melken und ist täglich in zwei Schichten à 4,5 Stunden in Betrieb. Eine zukünftige höhere Auslastung des Systems kann ohne Bedarf an zusätzlichem Personal oder Investitionen erfolgen" sagt der in der fünften Generation wirtschaftende Milchviehlandwirt, der zur Zeit 415 Kühe zwei Mal täglich melkt.

Melktechnik für Großbetriebe

Das AMR-Melkkarussell hat eine Kapazität von bis zu 90 Kühen pro Stunde. © DeLaval
"Wir haben bei der Entwicklung des Systems darauf geachtet, den Ansprüchen von Großbetrieben gerecht zu werden. Das ist der Grund, weshalb es bei dem Thema AMR™ vor allem darum geht die Kosten so gering wie möglich zu halten und die Arbeitseffizienz so weit wie möglich zu steigern," so DeLaval Vice President Business Area Capital Goods Andrew Turner. "AMR™- Betriebe werden in der Lage sein, ihre Zeit und Energie ihrem eigenen Personal und den Betriebsschwerpunkten zu widmen, statt sich von Melkroutinen einengen zu lassen," sagt er ergänzend.
 
Karin Löwenborg ist der Meinung, dass das DeLaval AMR™ ein guter Weg ist, um attraktive Arbeitsplätze zu schaffen und qualifizierte Arbeitskräfte zu halten. "Leute die auf einem Milchviehbetrieb arbeiten möchten, haben meist das Interesse mit Tieren zusammenzuarbeiten. Wenn man ihnen die Möglichkeit gibt sich auf den Hauptaspekt der Herdenbetreuung zu konzentrieren, anstatt den gesamten Tag "nur" zu melken, so schafft dies einen attraktiven Arbeitsplatz", sagt sie.

Umgang mit moderner Technik

Schnelles und einfaches Reinigen: Nachdem die Kuh das Karussell verlassen hat, werden die Standfläche sowie die Melkbecher gereinigt. © DeLaval
"Weiterhin kann der Job besonders viel Spaß machen, wenn man sich für die Arbeit mit modernen Technologien und Computern interessiert." Zwar gab es auf dem bisherigen Weg einige Herausforderungen mit dem System, da es immer noch eine Testversion ist, dennoch lobt Stefan Löwenborg die Unterstützung die er von Seiten der DeLaval Servicetechniker erhält. "Sie haben uns wirklich sehr unterstützt," sagt er. "Der Austausch von einzelnen Komponenten geschieht sehr schnell, sollte etwas mal nicht hundertprozentig funktionieren."
 
Die Installation auf dem Odensviholm-Betrieb ist Teil der Pilot-Phase, die nun in die Endphase der Entwicklung eintritt und zu den ersten Schritten der Markteinführung übergeht. Pilot-Betriebe sind eine Standardvorgehensweise bei DeLaval, wenn es um die Einführung von neuer Technik geht, erklärt Andrew Turner. "Das automatische Melkkarussell ist nicht nur eine innovative Melktechnik. Es stellt einen völlig neuen Weg in der Landwirtschaft dar. Wir konzentrieren uns nun darauf, dass die Installationen, die auf Praxisbetrieben laufen werden, von den Vorteilen dieser revolutionären Technologie profitieren können," so Andrew Turner.

Wie geht's weiter mit dem AMR?

DeLaval testet das AMR™ momentan auf Betrieben in Schweden und Australien und plant weitere Installationen von Praxisbetrieben in diesen beiden Ländern im Laufe dieses Jahres. Auf einer Referenzfarm in Tasmanien läuft das erste AMR™ im Praxisbetrieb bereits seit April 2011. Auf weiteren ausgewählten Märkten, so auch in Deutschland, wird das AMR™ im Jahr 2012 verfügbar sein.
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