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Kuhkunst

Ein Denkmal für Englands fettestes Rind

Stahlkuh auf LKW
© Great Yorkshire Show Charlotte Graham
von am
13.04.2018

Die Färse „The Craven Heifer“ war im 19. Jahrhundert ein nationales Ereignis in England. Und ist bis heute die größte, jemals aufgezogene Färse auf der Insel.

Emma Stothard gestaltet Stahlrind
Künstlerin Emma Stothard bemalt und sprayt ihr Kunstwerk. © Great Yorkshire Show Charlotte Graham

Mit einer Höhe von 2,10 m und einem Gewicht von 1.130 kg muss sie eine wahrhaft stattliche Erscheinung gewesen sein.
Aus Anlass der 160 Jahr-Feier der Great Yorkshire Show hat man das Tier jetzt in Stahl verewigen lassen. Schon 1812 bezahlten an diesem Ort Schaulustige, um den Fleischkoloss zu besichtigen. Züchter William Carr aus Bolton, in der Nähe von Manchester, hatte das Tier aufgezogen und tourte mit der Sehenswürdigkeit durch das ganze Land. Das Tier war so groß, dass man doppelt so breite Tore benötigte wie bei einem normal großen Tier. Bis heute ist Craven Heifer die größte, jemals aufgezogene Färse Englands.

Stählernes Rind

Die Skulptur mit Namen GYSheifer kommt den Maßen des Originals ziemlich nahe, mit einer Höhe von 1,80 m und einer Länge von 3.30m. Das dicke Fräulein wurde von der Künstlerin Emma Stothard geschaffen. „Es ist sehr spannend, den Leuten heute zu zeigen, wie groß das Tier damals war“, sagt Stothard. Man habe sich an vielen Zeichnungen und Dokumenten aus der damaligen Zeit orientiert, um Craven Heifer nachzubilden.

Irisches Nachzuchtmanagement: Saisonkalbung auf dem Betrieb Campion

Bei der Saisonkalbung kalbt der gesamte Rinderbestand innerhalb von 2-3 Monaten. Auf dem Betrieb von Thomas Campion sind dies meist die Monate Februar, März und April. Dank der Frühjahrskalbung gehen so alle Kühe pünktlich zum Vegetationsbeginn in die Milch. © Immo Cornelius/agrarheute
Ab Anfang Mai werden die Kühe und Rinder dann wieder künstlich besamt. Zur Brunsterkennung werden kastrierte Bullen eingesetzt, die mithilfe einer Markier-Applikation brünstige Kühe beim Aufspringen farblich kennzeichnen. © Immo Cornelius/agrarheute
Mit der Saisonkalbung gehen viele Vorteile einher. So können die Kühe zum Winter gleichzeitig trocken gestellt werden, sodass sich ein Zeitraum von mehreren Wochen ergibt, in denen Thomas gar nicht melken muss. Trockene Kühe haben zudem eine geringere TM-Aufnahme, deswegen muss nur vergleichsweise wenig Futter für die ohnehin kurze Stallphase konserviert werden. © Immo Cornelius/agrarheute
Ein weiterer Vorteil ist, dass nach den Kalbungen im Frühjahr keine weiteren Geburten im weiteren Jahresverlauf anstehen. In Kombination mit einer Vollweidehaltung müssen die Kühe im Sommer dann nur noch gemolken werden. Das schafft zeitliche Freiräume für die Gras- und Getreideernte. © Immo Cornelius/agrarheute
Der größte Nachteil der saisonalen Kalbung ist die deutliche Arbeitsspitze mit Beginn der Kalbungen im Winter/Frühjahr. In dieser Zeit sind zusätzliche Arbeitskräfte auf dem Betrieb Campion nötig. Für Entlastung sorgt auch der Tränkeautomat, um die vielen Kälber zu versorgen. © Immo Cornelius/agrarheute
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