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Milchsektor

Deutsche Milchwirtschaft unterschreibt Rotterdamer Erklärung

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Jana Semenow, agrarheute
am
11.10.2017

Die Deutsche Milchwirtschaft bekennt sich zur Rotterdamer Erklärung des Milchsektors.

Gemeinsam bekannten sich vor Kurzem der Verband der Deutschen Milchwirtschaft, der Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche Raiffeisenverband sowie der Milchindustrie-Verband zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.

Rotterdamer Erklärung

Bei der Rotterdamer Erklärung handelt es sich um eine Selbstverpflichtung, mit der die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen (UN) im internationalen Milchsektor umgesetzt werden soll. Die Erklärung wurde bereits im Jahr 2016 auf dem Weltmilchgipfel vom internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF), stellvertretend für die gesamte Branche, und der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) unterzeichnet.

Deutsche Milchwirtschaft erkennt an:

  1. dass die Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen als den übergeordneten Rahmen, für eine nachhaltige Entwicklung aus sozialer, ökologischer, ökonomischer und gesundheitlicher Perspektive steht;
  2. die essentielle Rolle von Milch für die Ernährungssicherung und die Armutsbekämpfung sowie ihre große Bedeutung für die Sicherung des Lebensunterhaltes und der Entwicklungsmöglichkeiten von Familienbetrieben, Kleinbauern und Hirten;
  3. den entscheidenden Beitrag des Milchsektors zur nachhaltigen Entwicklung, einschließlich der wesentlichen Bedeutung von Milchprodukten für eine ausgewogene, nahrhafte und gesunde Ernährung;
  4. den bedeutsamen Beitrag des Milchsektors für die wirtschaftliche Entwicklung von Staaten sowie der Einkommen, der Beschäftigung und des Lebensunterhalts von Menschen;
  5. die zentrale Rolle des Milchsektors in der Bewirtschaftung terrestrischer Ökosysteme und der Notwendigkeit, Umweltzerstörung und den Klimawandel zu adressieren sowie die Erhaltung der Artenvielfalt zu unterstützen;
  6. die Vielfalt der Produktionssysteme und Milchviehrassen, die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Prioritäten;
  7. die Notwendigkeit eines kontinuierlichen und offenen Dialogs sowie gemeinsamen Handelns auf allen Ebenen.

Deutsche Milchwirtschaft verpflichtet sich:

  1. einen integrierten Ansatz zur Förderung der Nachhaltigkeit des Systems Milch und zur Berücksichtigung der sozialen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen und ökologischen Dimensionen zu verfolgen;
  2. die Bedürfnisse von Familienbetrieben, Kleinbauern und Hirten besonders zu berücksichtigen;
  3. Instrumente und Richtlinien zur Identifizierung und Anwendung von nachhaltigen Verfahren im Milchsektor zu entwickeln, umzusetzen und zu verbreiten;
  4. Kapazitäten und Rahmenbedingungen zur Unterstützung nachhaltiger Verfahren zu schaffen;
  5. zur Auswertung und Berichterstattung von Nachhaltigkeitsergebnissen;
  6. den Multi-Stakeholder-Dialog zur Konsensbildung, die Überprüfung der Fortschritte und der kontinuierlichen Verbesserung zu stärken.
Mit Material von Deutscher Bauernverband (www.bauernverband.de) und Internationalen Milchwirtschaftsverband (www.idf - germany.com)

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