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Milchproduktion

Deutschland überliefert Milchquote nur geringfügig

© schemmi/pixelio
von , am
18.10.2012

Brüssel veröffentlichte heute die Zahlen: Deutschland hat im vergangenen Jahr die Milchquote nur geringfügig um 0,1 Prozent überschritten.

Für deutsche Milcherzeuger wird es keine Stundung der Superabgabe geben.
Rund zehn Millionen Euro muss Deutschland zahlen, wie aus den heute veröffentlichten Zahlen der Europäischen Kommission hervorgeht. Deutschland überlieferte demnach 37.363 Tonnen, sprich 0,1 Prozent. 2011/2012 übertrafen insgesamt sechs EU-Staaten ihre maximalen Milch-Liefermengen. Neben Deutschland müssen auch Österreich, Irland, die Niederlande, Zypern und Luxemburg eine Überschussabgabe zahlen.
 
Insgesamt müssen die Länder etwa 79 Millionen Euro entrichten. Trotz der Quotenüberschreitung in diesen sechs Mitgliedstaaten bleibt die gesamte EU-Liefermenge jedoch deutlich unter der Gesamtquotenmenge (-4,7 Prozent).

Viele Länder unterschritten die Quotenmenge

Die Niederlande sind außerdem auch bei den Direktverkäufen über ihre Quote hinausgegangen, wogegen die anderen Mitgliedstaaten lediglich die Quote für Lieferungen überschritten haben. Die Zahl der Mitgliedstaaten, die ihre Quoten nicht eingehalten haben, bleibt jedoch begrenzt, und die betreffende Überschusserzeugung macht weniger als 0,2 Prozent der insgesamt gelieferten beziehungsweise direkt verkauften Milchmenge aus.
 
Mehrere Mitgliedstaaten haben ihre einzelstaatlichen Quoten deutlich unterschritten; zehn Mitgliedstaaten verzeichneten Liefermengen, die um mindestens 10 Prozent unter ihrer jeweiligen Quote lagen. Im Quotenjahr 2010/11 mussten fünf Mitgliedstaaten Geldbußen von insgesamt 55,6 Millionen Eueo zahlen und lag die gesamte EU-Liefermenge um 5,5 Prozent unter der EU-Gesamtquotenmenge.
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