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Haltung und Mast

Deutschland will BSE-Testalter anheben

© Katharina Krenn/agrarheute
von , am
06.04.2013

In Deutschland soll das BSE-Testalter für geschlachtete Rinder von derzeit 72 auf 96 Monate erhöht werden. Auch Japan will das Pflichttestalter anheben.

Rindererzeuger erlösten letzte Woche wieder etwas mehr für ihre Jungbullen. © Mühlhausen/landpixel
Laut EU-Recht könnten die Mitgliedstaaten seit diesem Jahr ganz auf systematische BSE-Tests verzichten und zu einer Überprüfung von Stichproben übergehen. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner möchte aber an geordneten und verbindlichen Tests festhalten, berichtet Agra-Europe. Auch Japan will das BSE-Pflichttestalter für heimische Rinder anheben, und zwar von 30 auf 48 Monate.
 
 
 
Ein Gesundheitsrisiko für Verbraucher und Tiere durch die Anhebung des BSE-Testalters auf 96 Monate schließen das deutsche Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) aus. Schließlich werde ohnehin der Großteil der deutschen Rinder vor dem Erreichen dieses Alters geschlachtet. Beide Institute argumentieren die Fortsetzung verpflichtender Tests aber mit einer ausreichenden Datenbasis zur Beobachtung längerfristiger Trends.
 

Japan erhöht das Testalter

In Japan war der Schwellenwert für die Befreiung von BSE-Tests für heimische Rinder erst kürzlich von 21 auf 30 Monate erhöht worden. Nach öffentlichen Konsultationen wird das Expertengremium den neuen Grenzwert von 48 Monaten dem japanischen Gesundheitsministerium offiziell vorschlagen. Das Ministerium wird im Anschluss die entsprechende Ministerialverordnung anpassen. In Japan wurde der erste BSE-Fall 2001 entdeckt. Als Reaktion darauf wurden im Oktober des gleichen Jahres flächendeckende Tests für japanische Rinder eingeführt. Im August 2005 hat das Land die Auflagen gelockert und nur für Rinder im Alter von 21 Monaten oder älter eine Testpflicht verhängt.
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