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Milchproduktion

Einfuhr von Kolostralmilch erlaubt

von , am
21.09.2010

Brüssel - Ab Ende dieses Monats ist die Einfuhr von Kolostralmilch und kolostrumhaltigen Erzeugnissen in die Europäische Union erlaubt.

© Tinichan/Fotolia

Wie aus einer Verordnung der EU-Kommission vom 2. September hervorgeht, werden für die Einfuhr bestimmte Hygienevorschriften festgelegt, weil Kolostralmilch Tierkrankheiten wie Maul- und Klauenseuche, Tuberkulose, Brucellose und enzootische Rinderleukose übertragen kann.

Kolostrum und kolostrumhaltige Erzeugnisse sollen laut EU-Kommission im Ursprungsland zur Konservierung kurzzeitig auf 72 °C erhitzt oder einer Behandlung mit gleichwertigem Pasteurisierungseffekt unterzogen werden.

Milch nur von gesunden Tieren   

Außerdem wird das Inverkehrbringen nur dann gestattet, wenn alle Rinderbestände eines Betriebes amtlich anerkannt tuberkulose-, brucellose- und leukosefrei sind. Im Hinblick auf die Verhütung der Maul- und Klauenseuche müssen die Kolostralmilch und die entsprechenden Erzeugnisse von gesunden Tierbeständen gewonnen werden, bei denen kein Ansteckungsrisiko besteht. Zwischen Herstellung und Inverkehrbringen sollen mindestens 21 Tag vergangen und kein Fall von Maul- und Klauenseuche im Ausfuhrland aufgetreten sein.

Einhalten der Vorschriften garantiert

Für das Einhalten der Vorschriften müssen die Ursprungsländer garantieren. Diese Vorschriften gelten bereits für die Herstellung und das Inverkehrbringen der Erzeugnisse innerhalb des Binnemarktes. Mit der Liberalisierung des Handels reagiert die Europäische Union auf Bestrebungen der Wirtschaft Kolostrum und kolostrumhaltige Erzeugnisse für die Herstellung von Futtermittelausgangserzeugnissen und für technische Zwecke zu nutzen. (AgE)

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