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Zucht

Enthornung: RLV fordert mehr Sachlichkeit

von , am
06.04.2011

Bonn - Der Milchausschuss des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) rängt auf eine sachlichere Diskussion bei der Enthornung von Rindern.

Arbeitssicherheit - mit ein Grund für den Wunsch nach hornlosen Tieren. © Mühlhausen/landpixel
Gelegentliche Forderungen nach einem künftigen Verzicht auf das Enthornen stießen anlässlich der Sitzung des Fachausschusses vergangene Woche in Bonn auf Vorbehalte. Dem Thema Arbeitssicherheit gelte es unverändert Rechnung zu tragen.
 
Immer wieder gebe es schwere Unfälle, etwa beim Nachkennzeichnen mit Ohrmarken oder im Umgang mit frisch abgekalbten Kühen. Zudem ließen sich Auseinandersetzungen durch Rangordnungskämpfe und sogar gegenseitige Verletzungen behornter Tiere auch in großräumigen Laufställen nicht völlig ausschließen, kritisierten die Fachausschussmitglieder.
 
Auf der anderen Seite sei die Zahl genetisch hornloser Spitzenbullen, die gleichzeitig auch andere wichtige Merkmale wie Fitness oder Milchleistung vererbten, bislang eher gering. Eine breit angelegte Zucht auf Hornlosigkeit werde daher noch Jahre in Anspruch nehmen.
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