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Milchproduktion

Erhöhte Milchanlieferung wird zu Quotenüberschreitung führen

von , am
22.11.2010

Wien - Die österreichischen Milchbauern sind mit ihren Anlieferungen heuer - auch aufgrund der wieder steigenden Erzeugerpreise - aufs Gas gestiegen.

© agrarfoto.com

Die erfolgte Quotenaufstockung hat zwar einen Spielraum nach oben eröffnet, der dürfte aber bereits mehr als ausgeschöpft worden sein: Wie aus dem heute veröffentlichten "Milchbarometer" der Agrarmarkt Austria (AMA) hervorgeht, befinden sich die Landwirte wieder auf Überlieferungskurs.

Konkret steht in Österreich im aktuellen Milchquotenjahr, das von Anfang April 2010 bis Ende März 2011 dauert, inklusive der jährlichen Aufstockung von einem Prozent (laut EU-Beschluss vom November 2008) eine Anlieferungsmenge von 2,814.410 Tonnen zur Verfügung.

Quote bereits um 0,5 Prozent überschritten 

Im Zeitraum April bis Oktober 2010 lieferten die Milchbauern 1,645.192 Tonnen Milch an die Molkereien und Käsereien. Unter Berücksichtigung der sogenannten Fettkorrektur erhöhte sich die Menge um weitere 11.566 t auf 1,656.758 Tonnen. Damit wurde die anteilige Quote (A-Quote) bereits um 8.218 Tonnen oder 0,5 Prozent überschritten.

Immer wieder Zusatzabgabe in den letzten Jahren

Da für Überlieferungen eine Zusatzabgabe zu leisten ist, die mit 27,83 Cent je Kilogramm festgelegt wurde, wäre aufgrund dieser saldierten Überlieferung bereits eine Summe von 2,29 Millionen Euro zu entrichten. Wenn der bisherige Liefertrend anhält, ist also trotz der Quotenanhebung mit einer Strafzahlung zu rechnen. Außer dem Milchjahr 2009/10, wo es insgesamt zu einer Unterlieferung kam, hatten die heimischen Milchbauern in den vergangenen Jahren immer eine Zusatzabgabe zu zahlen. (aiz)

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