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Niedersachsen

Ermittlungen gegen Rinderschlachthof ausgeweitet

Rinderschlachtung
am Mittwoch, 11.03.2020 - 09:35 (Jetzt kommentieren)

Gegen einen Schlachthof in Bad Iburg wird derzeit ermittelt. Der Vorwurf: Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.

Nach den mutmaßlichen Tierschutzverstößen im Rinderschlachthof Bad Iburg im Landkreis Osnabrück hat die Staatsanwaltschaft Oldenbrug ihre Ermittlungen ausgeweitet. Nun werde verschiedener Medienberichte zufolge auch gegen Tierhalter und Fahrer ermittelt. Insgesamt sollen 71 Personen unter Verdacht stehen, an den Tierschutzverstößen beteiligt gewesen zu sein. Neu dazugekommen seien nach Angaben der Staatsanwaltschaft Oldenburg Vorwürfe gegen 14 Landwirte, gegen 38 Fahrer und zehn verantwortliche Transportunternehmen. Anlass für die Ausweitung der Ermittlungen sei die Auswertung der Videoaufnahmen, die Tierschützer in dem Schlachthof gemacht haben.

Tierhalter und Mitarbeiter sollen kranke Tiere nicht behandelt haben

Den beschuldigten Tierhaltern wird vorgeworfen, dass sie verletzte oder kranke Tiere nicht ordnungsgemäß vom Tierarzt untersuchen und sie trotz ihres Zustands zum Schlachthof transportieren ließen. Die Fahrer werden beschuldigt, von den verletzten oder kranken Tieren gewusst und sie dennoch transportiert zu haben. Die Vernehmungen führt derzeit die Polizei Osnabrück durch.

Darüber hinaus ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die beiden damaligen Betreiber des Schlachthofs, einen Tierarzt und eine Tierärztin sowie gegen fünf damalige Mitarbeiter des Betriebs. Wann die Ermittlungen beendet sein werden, ist derzeit noch unklar.

Hintergrund: Heimliche Videoaufnahmen im Schlachthof führten zur Strafanzeige

Im Herbst 2018 hatten Aktivisten der Soko Tierschutz heimliche Filmaufnahmen in dem Schlachthof gemacht und das Agrarministerium über die Zustände informiert. Dieses erstattete Strafanzeige.

Der Landkreis Osnabrück legte nach der Veröffentlichung der Videoaufnahmen den Schlachthof still, wie agrarheute berichtete. Grund hierfür seien nach Angaben des Ministeriums die mit den Filmaufnahmen dokumentierten, gravierenden Verstöße gegen das Tierschutz- und Fleischhygienerecht.

Mit Material von www.sueddeutsche.de; www.ndr.de

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