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Milchproduktion

Erneut verseuchtes Milchpulver in China entdeckt

von , am
21.09.2010

Peking - In China haben die Behörden erneut mit der Chemikalie Melamin verseuchtes Milchpulver entdeckt. Die giftige Substanz sei entsprechender Ware beigemischt worden, deren Haltbarkeitsdatum bereits abgelaufen gewesen sei.

© Almotti/pixelio

Insgesamt seien damit 26 Tonnen verseuchtes Milchpulver produziert worden, die in den zentralchinesischen Provinzen Hunan und Henan verkauft worden seien, berichtete die staatliche Zeitung "Procuratorate Daily " laut dem Nachrichtendienst AFP.

Dem Bericht zufolge nahmen die Behörden sieben Verantwortliche fest, darunter den Chef einer Molkerei in der nordchinesischen Provinz Shanxi. In China hatte es bereits 2008 einen Skandal um verseuchtes Milchpulver mit fast 300.000 erkrankten Kindern und mindestens sechs Todesfällen gegeben. Das Melamin war beigemischt worden, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Eigentlich wird die gefährliche Chemikalie zur Herstellung von Plastik verwendet.

Im Zusammenhang mit dem Skandal wurden 21 Angeklagte schuldig gesprochen und zwei von ihnen zum Tode verurteilt und hingerichtet. Erst vergangene Woche hatte die chinesische Regierung erklärt, die Todesstrafe bei Lebensmittelskandalen konsequent anwenden zu wollen. (aiz)

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