Login
Milchproduktion

Erzeuger merken nichts von den Milchpreis-Erhöhungen

Krenn
am
15.10.2015

Einige Discounter haben zu Monatsanfang die Milchpreise erhöht, um, so die Absicht, den Milchbauern entgegen zu kommen. Fast 90 Prozent der Erzeuger merken davon nichts auf ihrer Abrechnung.

Laut dem Ergebnis der letzten agrarheute.com-Umfrage machen sich die Milchpreis-Erhöhungen der Discounter nicht auf den Abrechnungszetteln der Erzeuger bemerkbar. 73 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass sich der Auszahlungspreis im Vergleich zum Vormonat nicht erhöht habe. 17 Prozent konnten nur eine sehr geringe Erhöhung von weniger als einem Cent feststellen.  Nur 10 Prozent gaben an, dass sie seit Oktober einen höheren Auszahlungspreis von mehr als einem Cent erhalten.

Discounter haben Preise erhöht

Ab 1. Oktober hatte Lidl den Einkaufspreis für Trinkmilch um 5 Cent erhöht. Aldi zog nach und hob die Preise für Milch und Butter an. Anders als bei der Lidl handelt es sich bei Aldi um eine Erhöhung von 4 Cent des Verkaufspreises von Trinkmilch. Trotzdem begründet der Discounter Aldi seine Preiserhöhung als Reaktion auf die schwierige Situation der deutschen Milchbauern.
 
"Aldi schätzt die hohe Qualität der deutschen landwirtschaftlichen Erzeugnisse und hat sich daher entschlossen, einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der angespannten Lage auf dem deutschen Milchmarkt zu leisten", heißt es in der dazugehörigen Pressemitteilung.

Best practice: So bleibt die Milchkuh gesund

Auch interessant