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Marktanalyse

EU: Angelieferte Milchmenge soll ab Mai zurückgehen

Dr. Olaf Zinke/agrarmanager/Hermann Krauß/agrarheute
am
27.05.2016

In den ersten drei Monaten des Jahres 2016 war die angelieferte Milchmenge in der EU weiterhin erheblich größer als in den beiden Vorjahren. Im Vergleich zum Vormonat hat der Produktionsvorsprung nur geringfügig abgenommen.

 Die angelieferte Milchmenge ist weiterhin in allen europäischen TOP-Produktionsländern größer als im vorigen Jahr, auch wenn der Zuwachs zuletzt etwas kleiner geworden ist.

Wie Dr. Olaf Zinke. Marktexperte beim agrarmanager, berichtet, waren moderate Abschwächungen des Produktionswachstums unter anderem in Deutschland, Frankreich, Irland, Spanien, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich sowie in Polen zu beobachten.

Dagegen haben Dänemark, Belgien und auch Italien ihren Produktionsvorsprung gegenüber dem Vorjahr ausgebaut.

Für das aktuelle Milchwirtschaftsjahr 2015/16 (April 15 bis März 16) lag der Zuwachs bei der Milchanlieferung bei 4,6 % und die angelieferte Milchmenge bei 155,3 Mio. t im Vergleich zu 148,5 Mio. t im Milchwirtschaftsjahr 2014/15.

Milchanlieferung: Zuwachs leicht gebremst

Der Vorsprung der Milchanlieferung in der EU gegenüber dem Vorjahr ist für den Zeitraum Januar bis März 2016 leicht zurückgegangen. In den ersten drei Monaten des Jahres 2016 (Januar-März) lieferten die europäischen Milcherzeuger etwa 7,2 Prozent mehr Milch an Molkereien als im Vorjahr. Im Zeitraum Januar bis Februar lag der Zuwachs der Anlieferung bei 7,4 % und war damit geringfügig höher.

Die EU-Kommission weist für die einzelnen Monate folgende Werte aus:

  • Januar +5,6 %,
  • Februar + 10,3 % und
  • März +5,8 %.

Nach den derzeitigen Erwartungen soll sich das Produktionswachstum im April auf 2,3 % abschwächen und  dann im Mai etwa auf dem Vorjahresniveau liegen.

Angelieferte Milchmenge soll langsam fallen

Die Europäische Kommission erwartet derzeit, dass die Produktionsmenge im Mai dann etwa auf dem Vorjahresniveau liegt und dann allmählich unter die Vorjahresmenge fällt. Bis zum Ende des Jahres 2016 rechnen die Kommissionexperten mit einem Rückgang unter die Vorjahreslinie von etwa 1,5 Prozent (%).

Für das Kalenderjahr 2016 ergibt sich damit jedoch immer noch ein Produktionszuwachs der Milchmenge gegenüber 2015 von 1,4 %.

Deutschland mit kräftigem Plus

Die Anlieferungsmenge beim größten europäischen Milcherzeugerland Deutschland war nach Angaben der EU-Kommission von Januar bis März 2016 mit 8,2 Mio. t etwa 6,9 % größer als im Vorjahr und zudem 5,2 % größer als vor zwei Jahren.

Für den Zeitraum Januar bis Februar 2016 lag das Produktionswachstum noch bei 7,8 %. Für das Milchwirtschaftsjahr 2015/16 erreicht die deutsche Anlieferung eine Größenordnung von 32,4 Mio. t. Das  ist ein Zuwachs von 3,7 %. 

Den gesamten Beitrag mit ausführlichen Analysen finden Sie im Marktbereich des agrarmanager.

Best practice: So bleibt die Milchkuh gesund

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