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Milchproduktion

EU: Im ersten Quartal 2014 mehr Milch angeliefert als im Vorjahr

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von , am
25.07.2014

Brüssel - Die Milchanlieferungen an die europäischen Molkereien sind im ersten Jahresdrittel 2014 spürbar gestiegen. Die Menge lag von Januar bis April im Schnitt um 5,7 % über dem Vorjahresniveau.

Im ersten Quartal 2014 wurde mehr Milch angeliefert als eim vergleichbaren Vorjahreszeitraum. © kkrenn/agrarheute
Dies teilte die EU-Kommission mit. Die forcierte Produktion wird von Experten einerseits auf die relativ hohen Milchauszahlungspreise der Molkereien und andererseits auf den sehr milden Winter sowie den frühen Start der Vegetation zurückgeführt. Im zweiten Halbjahr dürften die Steigerungsraten aber niedriger ausfallen, weil bereits 2013 in der zweiten Jahreshälfte ein starkes Wachstum stattgefunden hat und es mittlerweile zu einer Korrektur bei den Erzeugerpreisen gekommen ist. Der Rückgang bei den EU-Rohmilchpreisen hat 2014 im März begonnen und sich im April und Mai fortgesetzt.

Auszahlung geht EU-weit leicht zurück

Laut Erhebungen des niederländischen Bauernverbandes LTO lag die Auszahlungsleistung von 16 führenden Milchverarbeitern in Nord- und Mitteleuropa im Mai 2014 im Schnitt bei 38,41 Cent netto je kg. Das waren um 0,7 Cent weniger als im Vormonat April, das Vorjahresniveau wurde aber noch um 7,6 % übertroffen. Die LTO-Zahlen gelten für Standardmilch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß und wurden auf Basis einer Anlieferung von 500.000 kg pro Jahr errechnet.
In Österreich war der Erzeugerpreis im Mai 2014 ebenfalls rückläufig. Im Bundesschnitt zahlten die Molkereien 39,92 Cent netto je kg. Das entsprach gegenüber dem Vormonat April einem Minus von 0,9 Cent netto. Dennoch lag die heimische Auszahlungsleistung - bei einer deutlich geringeren Durchschnittsanlieferung von 88.000 kg - noch über dem EU-Mittel.

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