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Marktanalyse

EU erwartet 2018 sinkende Rindfleischproduktion

schlachthof
Alex Niedermayr, agrarmanager
am
02.08.2017

Während die EU-Kommission in diesem Jahr noch mit einer leicht steigenden Rindfleischproduktion rechnet, könnte diese im nächsten Jahr etwas zurückgehen.

Für 2018 ist europaweit mit einer um 1,4 Prozent (%) sinkenden Rindfleischproduktion zu rechnen. Das geht aus der kürzlich veröffentlichten Kurzfrist-Prognose (Short term outlook) der EU-Kommission hervor.

Für 2017 rechnet die Kommission allerdings noch mit einem leichten Anstieg der Nettoproduktion um 0,8 % auf 7,96 Mio. t. Grund für die sinkende Erzeugung und den Rückgang im nächsten Jahr sollen laut dem Bericht vor allem geringere Schlachtzahlen in der Milchviehhaltung sein.

Fleischpreise entwickeln sich aktuell positiv

Im Vergleich zu Juni haben die Schlachtpreise in der EU aktuell leicht angezogen. Das geht aus der Marktübersicht der EU-Kommission hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Danach haben die Rindfleischpreise gegenüber Juni um durchschnittlich 0,5 % auf 374 Euro je 100 kg Schlachtgewicht zugelegt.

Starker Rindfleischexport

Die Rindfleischexporte sind nach Angaben der EU-Kommission in den ersten vier Monaten dieses Jahres mit 26 % kräftig gestiegen. Damit erreichten sie das höchste Niveau in den vergangenen fünf Jahren. Als stärkster Treiber wirkte demzufolge die Nachfrage aus Hong Kong.

Für das gesamte Jahr 2017 rechnet die Kommission in ihrer Kurzfrist-Prognose mit einer Steigerung der Rindfleischexporte um 10 % auf 268.000 t. Die Importe sollen hingegen mit 1 % nur leicht zunehmen und insgesamt 307.000 t betragen.

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