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Milchproduktion

EU-Kommission gibt Interventionsbestände frei

von , am
26.05.2010

Kempten/Hannover - In der zweiten Maiwoche wurde in Deutschland saisonal bedingt etwas mehr Milch angeliefert. Laut ZMB lag die Menge 0,4 Prozent über der Vorwoche und 1,3 Prozent über dem Wert des Vorjahres.

© Pawel Strykowski/Fotolia

Butter:
Erhöhtes Preisniveau nach Pfingsten


Der Absatz von abgepackter Butter hat sich vor den Pfingstfeiertagen auf höherem Preisniveau ausgeweitet. Die Süddeutsche Butter- und Käse-Börse in Kempten notiert in dieser Woche bei sehr guter Nachfrage unveränderte Preise. Die amtliche Notierungskommissionen für Butter und Käse in Hannover notieren dagegen höhere Preise zwischen 3,85 und 3,90 Euro je Kilo geformter Markenbutter.

Käse:
Weiterhin gute Nachfrage


Allgäuer Emmentaler ging in der Berichtswoche sehr gut in den Markt. Normaler Emmentaler und Viereckhartkäse verzeichneten eine normale Nachfrage. Die Preise stiegen seit letzter Woche allerdings nur für Gouda. Die Kemptener Börse meldet Preise zwischen 3,10 und 3,30 Euro je Kilo. In Hannover erhöhten sich die Preise auf 2,85 bis 3,00 Euro je Kilo. Der Weichkäsemarkt ist in dieser Woche stabil.

Milchdauerwaren:
Verkauf der Interventionsbestände bestimmt den Markt

Der Markt für Magermilchpulver ist nach Pfingsten zunächst von einer abwartenden Haltung bei Käufern und Verkäufern geprägt. Die überraschende Entscheidung der Europäischen Kommission, Ware aus den Interventionsbeständen zum Verkauf im Ausschreibungsverfahren freizugeben, hat sicherlich wesentlich dazu beigetragen. Die Ergebnisse der ersten Ausschreibung in der kommenden Woche werden mit Spannung erwartet.
Etwas nachgegeben in dieser Woche haben die Preise für Futtermittelware. Aktuell liegen diese zwischen 2.200 und 2.330 Euro je Tonne.

Nach Vollmilchpulver ist weiterhin eine starke Nachfrage zu verzeichnen, die auf ein begrenztes Angebot trifft. Die Preise tendieren hier erneut fester zwischen 2.820 und 2.920 Euro je Tonne.
Bei Molkenpulver scheint sich eine schwächere Marktentwicklung durchzusetzen. Die Preise für Futtermittelware haben weiter nachgegeben und tendieren derzeit bei 630 Euro je Tonne.

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