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EU-Milchmarkt

EU-Milchanlieferung: Rückgang im Herbst fällt deutlicher aus

Milchanlieferung im DMK-Werk Zeven
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
22.11.2016

Seit Juni 2016 fällt das Milchaufkommen in der EU gegenüber dem Vorjahr geringer aus. Allerdings liegt sie in der Summe immer noch über dem Vergleichszeitraum in 2015.

Der Rückgang der Milchanlieferung in der EU hat sich im Herbst noch einmal verstärkt. In Summe fiel die Milchanlieferung in der Union in den ersten neun Monaten dieses Jahres dennoch höher aus als im Jahr zuvor. Ausschlaggebend hierfür waren die deutlichen Produktionsanstiege im ersten Quartal.

Dieser Mengenvorsprung dürfte bis Jahresende nahezu vollständig abgeschmolzen sein, dies geht aus einer Analyse der deutschen Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft (AMI) hervor. Nach Berechnungen der AMI lagen die von den Molkereien in der EU erfassten Milchmengen im September um 2,8 Prozent (%) unter dem Vorjahresniveau. Das war der bislang stärkste Rückgang in diesem Jahr.

In den Monaten Juni bis August betrug die Abnahme zwischen 0,7 und 1,7 %. Im September wurde zudem erstmals auch das Niveau von 2014 leicht unterschritten.

117 Mio. t Milch in den ersten neun Monaten 2016 angeliefert

Insgesamt wurden von Januar bis September EU-weit rund 117 Millionen (Mio.) t Milch erfasst. Damit fiel das Rohstoffaufkommen um knapp 2 Mio. t umfangreicher aus als im Vergleichszeitraum 2015. Im Tagesschnitt entspricht dies einem Anstieg um 1,4 %.

In Folge der seit der Jahresmitte rückläufigen Milchmengen hat sich der Vorsprung vom Jahresbeginn mittlerweile wieder deutlich verringert. In den ersten fünf Monaten lag der Zuwachs noch bei 3,8 %.

Weitere Entwicklung von Milchpreis abhängig

Hinsichtlich der weiteren Entwicklungen bleibt laut AMI abzuwarten, in welchem Umfang die wieder anziehenden Erzeugermilchpreise die Produktion im letzten Viertel dieses Jahres stimulieren werden. Zum Teil konnten die Milchpreise schon deutlich zulegen und in den kommenden Monaten dürften weitere Aufschläge folgen. Gleichzeitig sinken die EU-Milchkuhbestände aufgrund der erhöhten Kuhschlachtungen der vergangen Monate.

Da sich die rückläufigen Tendenzen bei der Milchanlieferung in den wichtigen Produzentenländern Deutschland, Frankreich und Großbritannien im Oktober weiter verstärkt haben und auch in Irland zuletzt kein Wachstum mehr zu verzeichnen war, ist laut AMI zu erwarten, dass sich die Milchmenge in der EU im vierten Quartal weiterhin unterhalb des Vorjahresniveaus bewegen wird.

Damit dürfte der Mengenvorsprung aus dem ersten Halbjahr bis zum Jahresende sukzessive abgebaut werden.

Mit Material von AMI, aiz

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