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Milchproduktion

EU-Milcherzeugerpreise ziehen im Mai erneut an

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von , am
12.07.2013

Den Haag - Die EU-Milcherzeugerpreise sind im Mai 2013 gegenüber dem Vormonat April um 1,17 Cent gestiegen. Mit durchschnittlich 35,33 Cent/kg netto lagen sie um gut zwölf Prozent über dem Vorjahreswert.

Von Januar bis Juni wurden in der Schweiz 1.739.572 Tonnen Milch vermarktet. © Mühlhausen/landpixel
Dies geht aus der jüngsten Preisstatistik des niederländischen Bauernverbandes (LTO) hervor, die auf Basis der Auszahlungsleistungen von 16 großen Milchverarbeitern in Nord- und Mitteleuropa für Standardmilch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß erstellt wird. Aus den Erhebungen der LTO für Mai 2013 geht weiterhin hervor, dass nach wie vor sehr große Unterschiede bei den Auszahlungspreisen innerhalb der EU bestehen: Den höchsten in diesem Vergleich enthaltenen Erzeugerpreis zahlte weiterhin die finnische Molkerei Hämeenlinnan mit 40,79 Cent, gefolgt vom italienischen Verarbeiter Granarolo mit 40,24 Cent. Den letzten Platz belegten - nicht ganz unerwartet - die britischen Molkereien First Milk mit 29,78 Cent und Dairy Crest mit 32,43 Cent. Damit besteht zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Preis eine Differenz von rund elf Cent.

Stabiler Weltmarkt

Die LTO-Experten gehen davon aus, dass sich der steile Anstieg der Weltmarktpreise für Milchbasisprodukte (Butter, Milchpulver usw.), wie er im April beobachtet wurde, nicht in diesem Ausmaß fortsetzen wird. Die ungünstigen Witterungsbedingungen in Europa und Ozeanien hätten sich mittlerweile verbessert, betonen sie. Dennoch bleibe das Angebot an Milchprodukten weltweit weiterhin knapp. Die großen Einkäufer würden daher vielfach nur ihren kurzfristigen Bedarf decken. "Insgesamt wird der globale Milchmarkt in den kommenden Monaten stabil bleiben. Die weitere Preisentwicklung wird vor allem vom verfügbaren Angebot abhängen", so die LTO.

Video: Agrar Kandelin: Tierwohl bei 1.020 Milchkühen (Okt 2012)

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