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Analyse

EU: Milchmenge schrumpft weiter

Dieser Artikel ist zuerst im Agrarmanager erschienen.

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Milch wird ausgegossen
© Gina Sanders/Fotolia
von , am
27.04.2017

Im Februar 2017 war die europäische Milchanlieferung 4,2 % kleiner als im vorigen Jahr. Damit ist der Produktionsrückstand gegenüber dem Vorjahr noch etwas größer geworden.

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© Olaf Zinke

Im Januar lag der Rückgang der Milchanlieferung bei 2,4 % und für die ersten beiden Monate zusammen (Januar bis Februar) wird die Vorjahresmenge um 3,3 % verfehlt. Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager hat die Zahlen genauer analysiert.

Den stärksten Produktionsrückgang verzeichnete man im Februar bei den beiden TOP-Produzenten Deutschland und Frankreich, aber auch kumulativ (Januar bis Februar) weisen die beiden führenden europäischen Milchländer den stärksten Rückgang der Milchmenge aus. Auch im Februar war die Milchmenge nicht in allen wichtigen Produktionsländern kleiner als ein Jahr zuvor. So wurde in Italien und in Polen mehr Milch angeliefert als 2016.

Bei der Produktion von Milchprodukten floss in den ersten beiden Monaten des Jahres deutlich weniger Milch in die Herstellung von Magermilchpulver. Auch die Produktion von Butter, Milchkonzentraten und fermentierter Milch gingen zurück. Nur leicht abgenommen haben die Produktionsmengen bei Käse, Vollmilchpulver und Sahne. Auch in Deutschland wurde Produktion von Magermilchpulver am stärksten eingeschränkt.

Milchmenge kumulativ 3,3 % kleiner

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© Olaf Zinke

Auf insgesamt 11,82 Mio. t summiert sich die angelieferte Milchmenge (konventionell und Bio zusammen) nach den Daten der EU-Kommission für den Februar 2017. Im Vergleich zum Jahr 2016 mit einer Anlieferungsmenge von 12,33 Mio. t, wäre dies ein Rückgang von 4,2 % bzw. rund 0,52 Mio. t Milch.

  • Im Januar lag der Rückgang der Milchanlieferung noch bei 2,4 %.
  • Für den Zeitraum Januar bis Februar summiert sich die europäische Milchanlieferung auf 24,28 Mio. t. Im Vergleich zum Jahr 2016 mit einer Anlieferungsmenge von 25,11 Mio. t wäre dies ein Rückgang von 3,3 % bzw. rund 0,83 Mio. t Milch.
  • Für das im März zu Ende gehende Milchwirtschaftsjahr 2016/17 (April bis März) war die bis Februar angelieferte Milchmenge etwa 2,0 % kleiner als im Milchwirtschaftsjahr 2015/16.

EU: Deutlich weniger Magermilch und Butter

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© Olaf Zinke
  • Im Zeitraum Januar bis Februar 2017 ist die europäische Produktion von Magermilchpulver (von allen Milchprodukten am stärksten) um 9,2 % auf 241.600 t zurückgegangen.
  • Bei Butter ist die europäische Produktion mit 356.600 t etwa 3,7 % kleiner als im Vorjahr. Außerdem verfehlt die Herstellung von Käse mit 1.47 Mio. t die Vorjahresmenge ganz leicht um etwa 0,5 %.
  • Rund 0,8 % kleiner als 2016 war die Produktionsmenge bei Vollmilchpulver, mit europaweit etwa 120.100 t. Eine etwa 1,5 % kleinere Produktionsmenge wurde auch bei fermentierter Milch mit 1,29 Mio. t gemeldet.
  • Die Herstellung von Trinkmilch fiel mit 5,02 Mio. t etwa 1,2 % kleiner aus wie im vorigen Jahr.
  • Rückläufige Produktionsmengen meldete die Kommission auch bei Milchkonzentraten mit einem Minus von 1,6 % und 159.100 t. Bei der Produktion von Sahne liegt die Menge mit 428.800 t hingegen etwa auf dem Vorjahresniveau.

Die genauen Liefermengen und Veränderungen der einzelnen europäischen Länder lesen Sie in der Milchmengen-Analyse beim agrarmanager.

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