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Marktanalyse

EU-Milchpreis: Bessere Milchverwertung lässt Preise steigen

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
10.11.2016

Die europäischen Milchpreise sind im September weiter gestiegen. Auch im Oktober zeigen die Preise eine positive Entwicklung. Ursache ist die deutlich verbesserte Milchverwertung.

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Der Trend am Milchmarkt geht weiter. Laut Dr. Olaf Zinke, Marktexperte beim agrarmanager, ist die Ursache für den steigenden Milchpreis eine weiter verbesserte finanzielle Milchverwertung. So sind die Preise für Milchprodukte am europäischen Binnenmarkt in den letzten fünf Monaten (Juni - Oktober) ebenso kräftig gestiegen wie die internationalen Exportpreise.

  • Im europäischen Großhandel ging es für die Käsepreise von Juni bis Oktober um rund 44 Prozent (%) nach oben,
  • die Butterpreise legten in dem Zeitraum um 58 % zu.
  • Ebenfalls kräftig gestiegen sind die Preise für Vollmilchpulver (+ 36 %) und für Magermilchpulver (+22 %).

Die internationalen Exportpreise sind von Juli bis Anfang November um etwa 44 % gestiegen.

EU-Milchpreise bei durchschnittlich 27,8 Cent/kg

Im September sind die Milchpreise im Durchschnitt der Europäischen Union um 1,36 Cent je kg Rohmilch bzw. 5,1 % auf 27,79 Cent gestiegen.

Nach den noch sehr unvollständigen Preisemeldungen für Oktober, steigen die Milchpreise jedoch weiter. Allerdings liegen für Oktober noch nicht aus allen Ländern (unter anderem nicht aus Deutschland) Preismeldungen vor. 

Der von der Kommission ermittelte, und vorläufige Milchpreis für Oktober, liegt bei 28,28 Cent und ist damit 0,49 Cent höher als der Milchpreis für September. Der endgültige Anstieg dürfte aber laut Dr. Zinke wohl deutlich stärker ausfallen.

    Weitere ausführliche Informationen und Hintergründe zur Milch gibt es im Marktbereich beim agrarmanager.

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