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Milchmengenreduzierung

EU-Nichtlieferbonus: 2. Antragsrunde startet am 30. September

Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
30.09.2016

Ab den 30. September können Milchbauern in der 2. Runde den EU-Nichtlieferbonus beantragen. Bis zum 12. Oktober können so EU-weit noch 1,6 Mio. Euro aufgerufen werden.

In der ersten Antragrunde bis 21. September wurden die EU-Mittel zur Milchmengenreduzierung in Höhe von 150 Mio. Euro nicht ganz ausgeschöpft. Deshalb können interessierte Milchviehhalter nun in der 2. Antragsrunde von 30. September bis 12. Oktober 2016 einen Antrag stellen, wenn sie im Zeitraum von November 2016 bis Januar 2017 weniger Milch melken wollen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

In den meisten Bundesländern können Milchbauern über die HIT-Datenbank ihren Antrag online stellen. Alle zuständigen Antragsstellen in den Bundesländern finden Sie hier in einer Liste.

Wichtig: Antragsteller, die in der ersten Runde abgelehnt worden sind, können nun bei der zweiten Runde nicht teilnehmen. Sollten die restlichen Mittel von rund 1,6 Mio. Euro überzeichnet werden, ist mit einer Kürzung der beantragten Menge zu rechnen. Die EU will den Kürzungsfaktor bis spätestens 21. Oktober mitteilen.

Voraussetzung ist, dass die Landwirte im Bezugszeitraum des Vorjahrs und im Juli 2016 an Erstkäufer - wie Molkereien, Händler oder Erzeugerorganisationen - geliefert haben. Für jedes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringerte Kilo erhalten sie eine Beihilfe von 14 Cent. Für die zweite Antragsrunde stehen EU-weit noch 11.407 Tonnen zur Verfügung. Weitere Details zum EU-Nichtlieferbonus können Sie hier kostenfrei herunterladen.

Tool hilft bei Berechungen der Wirtschaftlichkeit

Wer als Milcherzeuger das EU-Milchpaket in Anspruch nehmen und in der zweiten Antragsrunde von 30. September bis 12. Oktober 2016, 12.00 Uhr, den Nicht-Lieferbonus von 14 Cent/kg optimal ausschöpfen will, muss betriebsindividuell kalkulieren, was ein Verringern des Kraftfuttereinsatzes bringt. Denn die Wirtschaftlichkeit hängt stark von der Laktation, dem Kraftfutter und Milchpreis ab.

Auch wer in der ersten Antragsrunde teilgenommen hat und nun ab Oktober bis Dezember 2016 die Milchmenge verringern muss, kann das Programm nutzen. Sie können dazu kostenlos ein Excel-Kalkulationsprogramm von Möller Agrarmarketing herunterladen.

Zunächst berechnet das Programm den individuellen Grenznutzen des Kraftfuttereinsatzes. Denn nur wenn der Grenznutzen deutlich niedriger als der Nichtlieferbonus von 14 Cent/kg ist, rechnet es sich, weniger Kraftfutter einzusetzen. Ebenso stellt das Programm "Milch-Nichtlieferbonus im Check" den Mehrgewinn und die Verbesserung der Liquidität dar.

Ausführliche Informationen finden Sie auch in der dlz-Ausgabe Oktober 2016.

Tipps zur Klauengesundheit Ihrer Milchkühe

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